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Alle Rezensionen zu My Summer As A Salvation Soldier
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

Anarchists Are Hopeless Romantics
(2005, 12 Tonar 12T018)

Ach, die gute alte Klampfe. Sie hört sich doch immer wieder hübsch an, so wie nach damals, als man zum ersten Mal im Jugendkeller der Gemeinde saß und dieser netter langhaarige Bursche so selbstvergessen von einem Leben jenseits der Samstagsabend-Musikshow erzählte. Und fügt sich noch eine leicht näselnde und ein wenig pointiert gelangweilte Stimme hinzu, dann hat man alles, was man zum Anders-sein braucht. Ja, eine Prise Schlagzeug dazu plus ein paar Bassläufe – so konzentriert wie spartanisch geht es doch immer gut.

Und so hat sich Porir (früher nannte er sich Thorir) G. Jónsson in das Kostüm der Heilsarmee geschmissen, um der Welt ein wenig Gutes zu tun. Songs wie »My Home Isn't Me« oder »Where Do You Go?« sowie das handgestaltete Booklet verweisen auf noch postjugendhaften Problemlagen. Das ist verständlicherweise nicht für jeden neu, wirbelt allerdings musikalisch keine Hörgewohnheiten durcheinander. »2 Lefts Don't Make A Right« gefällt besonders, denn Jánsson baut hier ein leicht klapperndes elektronisches Schlagzeug ein, das einen netten Kontrapunkt setzt. In diese Richtung könnte er mehr experimentieren. Und ansonsten dürfte es gefallen, den Mann mal live zu erleben. (frk)

 My Summer As A Salvation Soldier: Anarchists Are Hopeless Romantics

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.salvationsoldier.com

   

Activism
(2008, 12 Tonar 12T043)

Es sind singulär die Klänge aus dem umgeschulterten Holz, die bei Þórir Georg Jónsson Raum haben und Luft atmen. Zum entfalten, zum erheben und scheitern. Er und seine Folkgitarre bilden eine intime Einheit, die bisweilen durch eine intime Einheit mit dem Klavier abgelöst wird. Þórirs Songs sind mit Bedeutungsschwere aufgeladen und wirken dadurch in ihrer Langsamkeit erschütternd und ein wenig regenverhangen trist.

Es braucht Zeit, den skelettierten Klangkosmos aufzubrechen, wenn die Reduktion nicht selbst ihre gegenteilige Entsprechung in kurzen Momenten des Ausbruchs findet. Dann, wenn wie bei »How Are You« der elektrische Schrammelrock Kontrapunkte setzt oder sachte Elektronikeinsprengsel wie bei »I'll Try« eine neue Ebene schaffen. Zwar sind die Experimente noch sehr verhalten, aber in der Zukunft können wir wohl noch einiges von diesem Þórir erwarten – stillt er seinen zügellosen musikalischen Appetit doch auch noch in diversen anderen Bands: Gavin Portland, Fighting Shit, Death Metal Super Squad und Hrydjuverk. (maw)



Siehe auch:
Gavin Portland



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