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Alle Rezensionen zu The Brimstone Solar Radiation Band
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Smorgasbord
(2009, Karisma/Soulfood KAR050)

Quietschbuntes Batik-Shirt überziehen, Stirnband ins Haar geknotet und raus in den Park, das nächste Sit-In planen oder neugierig mit bewusstseinserweiternden Mitteln experimentieren. Entspannt. Euphorisch. Und im Fall der Brimstone Solar Radiation Band: souverän und fröhlich. Die Flower-Power-Rock Zeit der späten 60er war, wir wissen es heute, eine Zeit der Unschuld, der es hinterher zu trauern lohnt. Das großäugig-naive Staunen von Crosby Stills Nash & Young, die verspielten Träumereien von Caravan. Plus die einschlägig bekannten Gitarrenhelden der Ära. Plus Anleihen an Jazz und Folkrock.

Ein Zitaten-Füllhorn ist es, was das Quintett auf seinem Zweitling »SMORGASBROD« auf uns herabrieseln lässt. Miesepeterige Kleingeister könnten kritteln »alles nur geklaut«, und sich damit nur selbst als engstirnige Philister outen. Denn die Norweger spielen euphorisiert mit den Versatzstücken einer vergangenen Ära und bringen sie funkelnd ins Hier und Jetzt. Selbstbewusst, ein bisschen augenzwinkernd, ungeheuer energiegeladen und erstaunlich abwechslungsreich. Vor lauter Tanzfreude könnte man fast in Versuchung geraten, das fast schon entsorgte Indienwalle-Sommerhängerchen aus dem blauen Sack zu kramen und mit wissendem Lächeln mitzujammen. (emv)

The Brimstone Solar Radiation Band: Smorgasbord

Offizielle Website

Offizielle Website      http://bigdipper.no/label_artists.php?artist_id=58&from=artist

   

Solstice
(2005, Big Dipper Records BDRCD056)

Manchmal treibt die Sehnsucht nach fremden Orten ungewöhnliche Blüten. Warum Bergen, denken sich die fünf Langhaarigen von TBSRB. Warum nicht gleich Haight Ashbury? Warum 2005 und nicht 1967? Die Bandgründung war dann nur noch ein Fall für die Formalie. Wenn schon nicht mit dem Körper in San Francisco, dann wenigstens mental. Und natürlich soundmäßig.

Also die Klampfen auf »angejahrt« gestimmt, Chöre drapiert, die Orgel leicht neben die Spur gefahren. Psychedelische Drogen parat? Jep, kann losgehen! Schnodderiger Powerpop von Jefferson Airplane trifft auf die eierkneifenden Fuzzgitarren-Soli von Motorpsycho und obskuren Sitar-Folk. Lynyrd Skynyrd stimmt mit einem halben Hair-Ensemble mit ein und obendrauf thront jederzeit die wunderbar dunkeltönende Stimmkopie von The Soundtrack Of Our Lives. Diese Platte enthält gewissermaßen die empfohlene Tageshöchstdosis aus mehrfach gesättigten Zitaten. Und das hätte auch Herrn Morrisson gefallen. (maw)



Siehe auch:
The Soundtrack Of Our Lives
Motorpsycho



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