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Alle Rezensionen zu moLd
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Rotten In Rødby
(2005, ILK/VME ILK109CD)

MoLd ist ein Quintett, das einmal keinen gefälligen Jazz bietet. Keine sanfte Stimme erhebt sich, keine wohlgesetzten Klavierpassagen kontrastieren mit einem stoisch gezupften Bass. Vielmehr kommt man sich beim Hören oft vor, als befände man sich inmitten eines Umzuges von einer Wohnung in eine andere: Alles plötzlich rückgängig machen und alles wieder zurückräumen geht nicht; ein Ende des Auszuges ist aber auch noch nicht in Sicht.

Dazu röhrt Anders Bankes Saxophon recht eigenwillig, unterstützt von Stephan Meinbergs wüstem Trompetenspiel, während Peter Bruun unverdrossen sein Schlagwerk bearbeitet. Nicht schüchtern agiert auch Mark Solborg am Laptop und an der Gitarre. So spielt man sich spröde, zuweilen etwas kühl, doch nie cool doch durch zehn Stücke. Erst später entdeckt man auch ruhige, unlaunische und zuletzt gar harmonische Passagen, die von Hörprobe zu Hörprobe bestimmender werden. Keine ganz leichte Kost also, aber dafür Jazz, der einen gewiss nicht unterfordert. (frk)



Siehe auch:
Stork
Spring
Mark Solborg
Mark Solborg Trio feat. Herb Robertson & Evan Parker

 moLd: Rotten In Rødby

   

Voodoo Down Jump
(2009, ILK/VME ILK158CD)

Auf Album Nummer drei setzt das dänisch-deutsche Quartett erst einmal den bisherigen Weg fort, in Form von acht relativ langen, komplexen Stücken alter Schule, ohne Elektronik. Doch schon bald nach dem vitalen Start überraschen moLd mit zunehmend leiseren Tönen und weit gespannten lyrischeren Entwicklungsbögen, bis hin zum 14 Minuten langen Epos »Gated Perception, Gated Community«.

Mit »Walls«, seinem einzigen kompositorischen Beitrag, steuerte ausgerechnet Drummer Peter Bruun (Spring, Buffalo Age) den besonders melodischen, introspektiven und im Verhältnis zurückhaltenden Song, fast ohne Schlagzeug bei. Die übrigen Stücke schrieben Gitarrist Mark Solborg und Trompeter Stephan Meinberg, der gelegentlich zum Euphonium (einer kleinen Tuba) oder Flügelhorn wechselt. Trotz aller Freiheit sind moLd nicht allzu fern vom Modern Jazz / PostBop der Sechziger Jahre. Ein ambitioniertes Statement, dem man sich lange widmen kann. (ijb)



Siehe auch:
Anders Banke / Jacob Anderskov
Anders Banke & Mark Solborg
Solborg/Robertson
Copenhagen Art Ensemble



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