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Alle Rezensionen zu Jukka Tolonen
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Tolonen!
(1973, Sonet Grammofon SNTF 652)

Jukka Tolonen nahm diese erste Solo-Platte schon 1971 auf, mit kaum 20 Jahren also. Das Ausrufezeichen hinter dem Namen ist absolut berechtigt: Hier legte der finnische Ausnahmegitarrist den Grundstein für seine große Karriere, die er schon ein paar Jahre zuvor bei Tasavallan Presidentti und auch Wigwam begann. Und er leistete mit diesem Album einen wichtigen Beitrag, Finnland auf die musikalische Weltkarte zu setzen.

Die Stücke wirken bemerkenswert ausgereift; »Elements: Earth, Fire, Water, Air« etwa überzeugt als Suite mit vier unterschiedlichen Themen und Stimmungen. Wunderschön auch das lyrische »Mountains«, nur mit Pekka Pöyry (ss). Daneben sorgen noch Pekka Pohjola und Heikki Virtanen (b), Reino Laine bzw. Ronnie Österberg (dr) und Jukka Gustavsson (org) für Groove und Spannung. Tolonen selbst spielt ideenreich und flinkfingrig; seine Technik, besonders die linke Hand macht seinen Sound schon hier absolut unverkennbar. Eine der ganz wichtigen 70er Jahre-Platten aus Finnland. (tjk)



Siehe auch:
Wigwam
Pekka Pohjola
Jukka Gustavsson
Pekka Pöyry

Jukka Tolonen: Tolonen!

Offizielle Website

Offizielle Website      www.jukkatolonen.com

   

Cool Train
(2004, Prophone Records PCD 083)

Ja da schau her, eine »richtige« Jazz-CD von Jukka Tolonen, bislang ja nicht gerade ein Inbegriff von Bebop und folgendem. Und dann widmet er sich auch noch einem der absoluten Giganten, dem Saxophon-Gott und Wegbereiter freieren Spiels, John Coltrane.

Versteht sich, dass der finnische Gitarren-Wizard kaum einen Klassiker ausläßt. Und man höre und staune: Tolonen spielt ganz anders als sonst, verzichtet weitgehend auf seine typischen Fills und Licks, spielt blitzsaubere Single Note-Soli und klingt manchmal fast wie Pat Martino. »Giant Steps« und »Impressions« gehen richtig ab, das akustische »Afro Blue« klingt mystisch, auch »Naima« ist sehr gelungen. Seine jungen Begleiter Joonas Haavisto (p, el-p), Teemu Keränen (b) und Jaska Lukkarinen (dr) bleiben leider zu blass, um »COOL TRAIN« zu einer herausragenden Coltrane-Tribute-CD zu machen. (tjk)



Siehe auch:
Joonas Haavisto Trio
Martti Vesala Soundpost Quintet
Jaska Lukkarinen Trio
Kari Ikonen Trio spielt Coltrane

   

On The Rocky Road – A Retrospective
(2 CDs, 2000, Love Records LXCD 625)

Höchste Zeit, den finnischen Ausnahmegitarristen Jukka Tolonen mit einer doppelten Werkschau zu würdigen. Immerhin prägt er seit Ende der 60er Jahre mit seinem einzigartigen, jederzeit wieder zu erkennendem Stil nicht nur die heimische Gitarrenwelt und ist im Jazz genauso zuhause wie im klassischen Blues-Rock-Trio oder im akustischen Gitarren-Duo.

Hier finden sich die wichtigsten Aufnahmen: Eine CD gehört ausschließlich den grandiosen 70er Jahren mit vielen Highlights wie »Tanja«, »Elements«, »Tiger« oder »Phantastes«. Auf der anderen sind die 80er und 90er Jahre vertreten, wobei besonders die Duo-Aufnahmen mit Coste Apetrea herausragen. Manch anderes aus der Zeit fällt dagegen ziemlich ab. Und von der tollen Montreux-Platte ist gar nichts dabei. Trotzdem: für Tolonen-Einsteiger sehr zu empfehlen; auch die Liner Notes von Philip Page sind lesenswert. (tjk)



Siehe auch:
Coste Apetrea
Oreo Moon

   

Radio Romance
(1987, Sonet Grammofon SNTCD-967)

Jukka Tolonens Karriere ist gespickt mit Höhepunkten und mehreren sehr guten Alben – dieses ist allerdings ein absoluter Tiefpunkt. Das beginnt mit Tolonens Gesang (das kann er einfach nicht!), und setzt sich mit dem Songwriting fort, das hier über mittelmäßigen bis lausigen Mainstream-Rock nicht hinaus kommt, und es endet schließlich bei weitgehend uninspirierten Gitarren-Soli.

Da helfen weder Miri Miettinen (Drums), Bill Öhrström (Perkussion und Harmonika; er hatte mit Tolonen schon wesentlich bessere Zeiten gesehen) noch Jim Pembroke (Texte und Background-Gesang – für den gilt nämliches), und auch nicht Produzent Jimi Sumén. Traurig, traurig, was hätte der Mann für ein Potenzial! (tjk)



Siehe auch:
Jimi Sumen

   

Mountain Stream
(LP, 1979, Sonet SNTF818)

Allein mit akustischer Gitarre schafft es Jukka Tolonen nicht in die Top Ten der Holzklampfer, aber beachtlich ist sein Spiel durchaus. Vor allem ist Tolonen immer Tolonen und sofort erkennbar – seine typischen Stilmittel überträgt er von der E- auf die A-Gitarre.

Er ist allerdings nicht immer »ganz allein«, es gibt einige Overdubs, wo er sich selbst begleitet. Seine Soli sind flink wie immer, die Kompositionen gehören aber nicht unbedingt zu seinen besten. »East Meets West«, »After The Masquerade« und »Life On Pluto« sind die Höhepunkte. Das längste Stück mit fast 15 Minuten spielt Tolonen allerdings am Piano: »Spring Is Coming« ist vor allem viel zu lang. Insgesamt kein Meisterwerk. (tjk)

   

Montreux Boogie
(LP, 1978, Sonet Grammofon INT 147.121)

Mit der »PARAMARIBO«-Band ohne Kotilainen feierte Jukka Tolonen 1978 beim Jazz-Fest in Montreux einen schönen Triumph. Kein Wunder, denn »MONTREUX BOOGIE« gehört sicher zu Tolonens besten Aufnahmen.

Die traumhaft eingespielte Band groovt grandios, die Stücke sind fein, wobei alle Bandmitglieder ihren Teil beitragen. Jukka Tolonen und Coste Apetrea geben obendrein schon einen kleinen Vorgeschmack auf künftige Gitarren-Duo-Aufnahmen. Fazit: Das gehört zu den Konzerten, bei denen man sehr gern dabei gewesen wäre – aber es gibt ja zum Glück die CD. (tjk)



Siehe auch:
Ramlösa Kvällar

   

A Passenger To Paramaribo
(LP, 1978, Sonet Grammofon INT 147.120)

Kehrtwende! Mit neuem Konzept und neuer Band (statt wie bisher eine Art »Finnish All Stars«) startet Jukka Tolonen zu einer Hochphase seiner Karriere.

Christer Eklund (sax), Esa Kotilainen (key), Coste Apetrea (g), Ilkka Hanski (b) und Bill Carson (dr, perc, voc) grooven höllisch und spielen über des Meistergitarristen schlüssig-stringente Stücke tolle Soli – er selbst freilich auch, freilich auch die meisten. Vor allem »What Went Wrong?« mit Carsons Gesang ragt heraus, aber auch der Rest ist auch nach fast 30 Jahren noch mehr als genießbar. (tjk)



Siehe auch:
Tasavalan Presidentti

   

Impressions
(1977, Sonet Grammofon INT 147.126)

Diese Aufnahmen stammen von mehreren anderen Platten, von »THE HOOK« beispielsweise. Jukka Tolonen präsentiert sich zumindest teilweise von seiner rockigeren Seite. Zum Beispiel »Jimi« und »Django« – diese eher Jam-artigen Songs zeigen den Gitarristen aufgeweckt und in guter Form.

Die besseren Stücke sind die ruhigeren: »Aurora Borealis (Part II)« und »Thinking Of You« sind ergreifend schön. Mit von der Partie sind Pekka Pöyry und Paroni Paakkunainen (sax), Esa Kotilainen (key), Heikki Virtanen (b) und Esko Rosnell (dr): lauter alte Bekannte, und sie machen ihre Sache – wie üblich – gut. (tjk)



Siehe auch:
Esa Kotilainen

   

Crossection
(1976, Sonet Grammofon INT 147.119)

Auch auf dieser Compilation zeigt sich Tolonen von seinen zwei Seiten: Auf der einen lässt er in eher einfachen Stücken die Gitarren-Sau raus, wie in »Tiger« und »Hysterica« von der gleichnamigen LP, und der Spaß, den er dabei hat, fliegt förmlich durch die Boxen.

Auf der anderen Seite kommt er direkt romantisch: »Northern Lights«, »Windermere Avenue« und »Wedding Song« sind fast schon zu süßlich-melodiös – aber eben nur fast. Es spielen die üblichen Verdächtigen: Pöyry, Kotilainen, Virtanen, Rosnell, Paakkunainen, dazu auch Pohjola und Sakari Kukko. (tjk)



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