Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Lapko
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Freedom
(2015, Sony Music 88875061572)

Drei Jahre nach »LOVE« melden sich Lapko mit dem Sechstling »FREEDOM« zurück. Was geblieben ist: Der Wiedererkennungswert schon bei den ersten Takten. Nicht nur Ville Maljas charakteristische Stimme sondern auch der typische Lapko-Sound der Instrumente machen die eindeutige Zuordnung des Openers »Geeky Moron« kinderleicht. Die Finnen bleiben ihrer Linie konsequent treu, der Kombination anspruchsvoller Texte (die viel Raum für Interpretationen lassen und ein Lesen zwischen den Zeilen verlangen) mit einer diabolisch guten hart-zarten Vertonung. Was neu ist: Eine bandinterne Besetzungsverschiebung. Seit 2014 übernahm Schlagzeuger Janne Heikkonen die zweite Gitarre, für den freien Platz an Fellen und Becken stieß Jussi Matikainen neu dazu.

Was leider auch geblieben ist: der bisher nur mäßige Bekanntheitsgrad der Truppe außerhalb ihrer Heimat. Obwohl Lapko bereits seit 1996 existieren und eine verdammt gute Scheibe nach der anderen herausbringen, bleibt ihnen der große Erfolg bisher verwehrt. Irgendwas läuft falsch, wenn hochwertige Musik(er) unter ferner liefen rangieren und anspruchsloses, qualitätsfreies Getöne diversen »Künstlern« ein Leben in Saus und Braus erlaubt. Also liebe Hörer, unterstützt hochwertige Kapellen – Lapko wären ein guter Anfang. (nat)


Zum Artikel über Lapko

 Lapko: Freedom

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.lapko.com

   

A New Bohemia
(2010, Fullsteam Records/PIAS FS156)

Yeah, nach gut drei Minuten passt das Pferd-beißt-Pferd-Cover von »A NEW BOHEMIA« zur Musik: Kurze Country-Einschläge flackern durch den Opener »I Don't Even Kill«. Die ersten Takte des nachfolgenden »King & Queen« klingen dagegen so vertraut, so typisch nach Lapko, dass jeder, der das unkonventionelle Trio nur einmal gehört oder gesehen hat, sich sofort zuhause fühlt.

Ville Maljas gewohnt markanter Gesang passt in allen zehn Liedern perfekt zum druckvollen Sound seiner Rhythmuskollegen, getreu dem Band-Motto: »The Perfect Trio«. Die aggressiven Melancholiker zelebrieren hier erneut intelligente Musik und tiefgründige Texte auf hohem Niveau. Fazit: Album Numero vier – und immer noch unbekannt: Irgendwas läuft hier falsch. (nat)

   

Young Desire
(2008, Fullsteam Records FS073)

»YOUNG DESIRE« ist... »eine Geschichte über einen Typen in Lederjacke mit schlechten Angewohnheiten, der älter wird« so Lapko im Interview. Dann fügen sie grinsend hinzu: » ...es könnten auch drei Jungs wie wir sein«. Das Trio imponiert wie auf den Vorgängern mit intelligent inszenierten Tempowechseln. Malja setzt die metaphorischen Texte versiert in Szene, er haucht, er schreit, er klagt.

Das Konzeptalbum gliedert sich in drei Teile: Too Young, So Young, Forever Young. Rocksongs lösen melancholische Balladen ab – doch live treten die Finnen verblüffend hart auf. Das liegt möglicherweise an der Selbsteinschätzung der Band »wir sind jetzt 'So Young'«. Auf dem in Finnland bereits 2007 erschienenen Drittling findet jeder seinen ganz persönlichen Lieblingshit. Meine Anspieltipps: Dead Disco, Miami Vicer, Sawyer The Brother. (nat)

   

Scandal
(2006, Fullsteam Records FS042)

Ein Dutzend erstaunlicher Stücke – samt des Videos zu »All The Best Girls« – erquicken den Gaumen des Gourmets, dem die aktuellen Retortenbands sauer aufstoßen. Das kurze Intro deutet schon an, was Maljas Stimme leisten kann: A cappella intoniert er einen herzzerreißenden Vierzeiler. Danach lässt der Fronter dem ungeschliffenen Gitarrensound und reserviertem Schlagzeug den Vortritt; erst nach einigen Takten klagt er zu »The Arms«.

Der Gesang Maljas dominiert »SCANDAL«, seine Tonlage bescherte ihm Vergleiche mit Mew. Der nächste Song »Pistol In A Way« weckt Erinnerungen an ein anderes Trio – Placebo. Wie diese wechseln Sänger/Gitarrist Malja, Basser Nordberg, Drummer Heikkonen zwischen treibenden, rockigen Parts und bittersüßen balladesken Elementen. Doch ist die lapkosche, schwer zu beschreibende Klangwelt vielmehr als ein Placeboeffekt. In ihrer Heimat ist die '96 gegründete Kapelle längst kein Geheimtipp mehr; mit dem Debüt 2004, EPs, mehreren Festivals und Clubshows erspielten sie sich eine Fangemeinde – möge ihnen der internationale Durchbruch gelingen! (nat)



Siehe auch:
Pedestrian's Motor

   

The Arms
(2004, Jukeboss JUKE002/64 20610 771)

Eben noch vom Deadbabes Sänger Lasse als vielversprechende Band empfohlen, veröffentlichen Lapko »THE ARMS« via Jukeboss. Als das Debüt in Finnland erscheint, sucht die lokale Presse verzweifelt eine Schublade. Schnell einigt sie sich auf eine Kreuzung aus Placebo/Tool.

Doch das Trio aus Harjavalta schreibt komplexere Melodien mit schwer zugänglichen, höchst symbolbeladenen Texten: Wer bei »Kill, Fuck, Die« die Mitgrölhymne eines sexbesessenen Amokläufers erwartet, wird bitter enttäuscht sein. Mitsingen stellt sich bei den Tempo- und Rhythmuswechseln und unerwarteten Text-Übergängen ohnehin als äußerst schwierig dar. Darum: besser in Ruhe anhören, am besten mit den Texten vor der Nase. (nat)



Siehe auch:
Deadbabes



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2018, Design & Programmierung: Polarpixel