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Alle Rezensionen zu Thundra
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Ignored By Fear
(2009, Einheit Produktionen EPXXIV)

Tatsächlich: Es ist schon drei Jahre her, seit Thundra den Vorgänger »WORSHIPPED BY CHAOS« veröffentlichten. Nun legen sie mit »IGNORED BY FEAR« nach – aber ohne ihren zweiten Gitarristen Thor Erik, der sich seit 2008 ganz Throne Of Katarsis widmet. Doch nun: Musik. Mit dem neunminütigen »Inner Struggle« beginnen die Mannen um Steven Grindhaug sehr gemächlich, schleppend. Gekeifte Worte prallen auf epische Gitarren, Doublebass-Passagen kontrastieren mit Klargesang, extravagante Breaks durchbrechen die hymnischen Melodien, eine powermetalartige Gitarre heult auf; dieser komplexe Opener könnte auch Fans von Arcturus, Ulver oder Borknagar gefallen.

Der anschließende » Storm Within« zerrt zunächst stark in Richtung Black Metal, bekommt dann einen leichten Death-Einschlag verpasst, wird schließlich beschaulich folkig. Im Lauf der gut 47 Minuten Spielzeit schlenkert das norwegische Quintett durch diverse Spielarten des Metal (Black, Death, Viking, Folk), bringt jede Menge Einfälle unter: Frickelige Details, extrem variable Mikroarbeit, unerwartete Tempiwechsel und Pausen. Zu viele, um sie alle in Wort zu fassen, deswegen: Selbst anhören und die Atmosphäre genießen. (nat)



Siehe auch:
Throne Of Katarsis
Arcturus
Ulver
Borknagar

 Thundra: Ignored By Fear

   

Angstens Salt
(2014, Einheit Produktionen -)

Und wieder einmal müssen deutsche Fans länger warten: »ANGSTENS SALT« erschien in Norwegen bereits im Sommer 2013 über das bandeigene Label Black Dimension. Dank Einheit Produktionen können Anhänger in Deutschland nun endlich, fünf lange Jahre nach dem Vorgänger »IGNORED BY FEAR«, wieder norwegischem Black Metal aus dem Hause Thundra lauschen.

Gemächlich geht der Vierer um Steven Grindhaug den Opener an, eine verwaschene E-Gitarre beginnt, dann hämmert das Schlagzeug, eine Gitarre heult, der Fronter röchelt heiser los – und »Discipline Made For Destruction« wird zum groovenden-schleppenden-rasenden Schwarzmetaller. Sieben überlange Tracks hat der Sechser auf sein Werk gepackt (der kürzeste dauert knapp sieben Minuten, der längste zehneinhalb), bieten also genug Zeit und Raum für unzählige Geschwindigkeits- und Stimmungswechsel, für ausschweifende, progressive Töne und bösartige, finstere Passagen. (nat)

   

Worshipped By Chaos
(2006, B Factory/Soulfood BLRCD113)

Sechs Jahre Schweigen im norwegischen Wald – jetzt folgt die Fortsetzung des 2000er Debüts »BLOOD OF YOUR SOUL«. Die Truppe um die Gründer Harald Helgeson (Ex-Enslaved) am Schlagzeug und Bassist Stein Sund (Ex-Einherjer) verschmelzt diverse Spielarten des Black Metals zu einem schwarzen Glanzstück. Fronter Steven Grindhaug stimmt klare Heldengesänge an, kreischt oder grunzt, spielt mit Viking / Pagan Metal-Elementen während Nils Johansens mit angemessene Keyboardeinsätze dramatische Tupfen setzt.

Schrille Riffs der Gitarristen Thor Erik Helgeson/ Rune Frederiksen wechseln mit halbakustischen Tonläufen wie im extralangen »Hatred Declared« oder Flamenco-Anleihen wie in »Autumn's Fall«. Thundra gestalten die neun Songs abwechslungsreich; sie verabreichen keinen Tempo-Einheitsbrei: »WORSHIPPED BY CHAOS« springt von Gefechtspause zu Trommelfeuer. Manche Passagen geraten zu weitschweifig, ansonsten ein äußerst gelungenes Album, zuweilen inspiriert von ihren Ex-Bands, Borknagar, Arcturus oder Ulver. (nat)



Siehe auch:
Enslaved
Einherjer
Borknagar
Ulver



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