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Alle Rezensionen zu Matti Johannes Koivu
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Puuhastellen
(2006, m-dulor mod06)

Diese Platte hat sich von einem fernen Planeten auf die Erde verirrt, auf dem Folk-Songwriter, Chansonniers, Pop-Ästheten und Romantiker den ganzen Tag Händchen halten. Dass hier kleine Abenteuer und flüchtige Gefühle mit einem Lächeln festgehalten werden, ist auch ohne jegliche Finnischkenntnisse zu verstehen. Matti Johannes Koivu, Sänger von Ultramariini, bringt auf seinem Solodebüt etwas ganz Wunderbares fertig: ein ganz und gar zärtliches Album zu schaffen. Das auch ein kleines bisschen traurig ist, und dem man gerade deshalb um so lieber zuhört.

Diese Platte wächst mit jedem Hören – und mit der Erkenntnis, dass Zurückhaltung eine Tugend ist. Dass kleine, aber passende Arrangements wesentlich effektiver wirken als überladenes Muskelprotz-Gehabe. Mit dem Erstaunen darüber, dass Koivu mit seiner Gitarre und seinem Talent zum Geschichten erzählen im Geist ein Verwandter der neuen Größen des französischen Chansons wie Benjamin Biolay oder Carla Bruni ist – und dabei seine Wurzeln im Pop nicht verleugnet, was der Sache geradezu eine Pariser Leichtigkeit verleiht. Einfach nur schön. (emv)



Siehe auch:
Ultramariini

Matti Johannes Koivu: Puuhastellen

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.m-dulor.com/mjk

   

Irwin Goodmanin Lauluja
(2008, m-dulor 011)

Sich voller Respekt und Zuneigung annähern. An Irwin Goodman, die legendäre Lichtgestalt unter den finnischen Singer-Songwritern. Der nach vielen Exzessen früh Verstorbene steht für aufbegehrenden Lebenshunger und trinkfest-poetische Mitsinglieder mit Tiefgang. Dieser Spur der Empfindsamkeit nähert sich der Folkpopsänger Matti Johannes Koivu in seinem Tributalbum »IRWIN GOODMANIN LAULUJA« an: Mit großer Zartheit und nur einer Gitarre in der Hand schafft er etwas Wundersames: den zärtlichen Kern von Goodmans Liedern freizulegen.

Die sanfte Trauer und die große Tiefe jenseits der lauteren Töne. Die Liebe zu den Wörtern. Kleine, aber genau angemessene Arrangements. Ein stilles, ein zurückgenommenes, ein bescheidenes und damit ein zutiefst finnisches Album. Genau zuhören und danke sagen, wenn es etwas bedeutet, das zählt. Koivu hat genau das getan. (emv)



Siehe auch:
Irwin Goodman

   

Kovat Piipussa
(2007, m-dulor MOD-008)

Herr Koivu ist zur Erde zurückgekehrt. Die Schwerkraft hat ihn auf festen Boden zurückbefördert, wo er sich dem bewährten Handwerk des folkverehrenden Singer-Songwriters widmet. Die Leichtigkeit des Solo-Erstlings »PUUHASTELLEN« wird man auf »KOVAT PIIPUSSA« (übersetzt ungefähr: da stecken ein paar scharfe Kugeln im Lauf!) nicht finden. Das mag Liebhaber des flaumfederzarten Indiepop enttäuschen, aber stop!!

Die melancholische Verträumtheit hat sich der Barde aus Hämeenlinna bewahrt, auch wenn sie hier hemdsärmelig im Sinne Woody Guthries oder des jungen Dylan daherkommt. Manchmal ist Koivu ein bisschen brav, aber immer entspannt und als Sänger mit Schwerpunkt auf Zwischentönen sowieso souverän. Nicht der ganz große Wurf, aber ein gelungener Ausflug in Feld, Wald, Wiese und Prärie. (emv)



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