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Alle Rezensionen zu Dråm
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Dråm
(2006, Westpark/Indigo 87127)

Sorry, aber ein wenig Musiktheorie muss jetzt sein: Denn unter »Bordun« versteht man wechselnde Tonfolgen aus konsonanten und dissonanten Klängen. Fällt beides zusammen, überwiegen für kurze Zeit allein die Dissonanzen, bis sich wieder ein farbiger und fester Grundton aufbaut. Das ist ein Grundelement indischer Musik, das auch in den europäischen Regionen überwintert hat, in denen man der volkstümlichen Musik gegenüber weiterhin sehr offen ist – wie in Zentralschweden. Geeignete Instrumente: der Dudelsack, die Drehleier und die Nyckelharfe.

Womit wir endlich bei dem vom Bordun geprägten Duo Anna Rynefors & Erik Ask-Upmark sind, die man vielleicht durch ihr Spiel bei der Band Svanevit kennt. 14 Stücke haben sie auf ihrer CD vereint und dabei reich aus dem Fundus des schwedischen Folks geschöpft. Als da wären wetterfeste Polonäsen, eine westdarlanaische Polka, ein westgotländischer Walzer und überhaupt jede Menge Spielmannsmusik. Weniger um rüpelige Tanzmusik geht es, denn um hypnotische, an den Rändern zuweilen schrill ausfransende Klangmuster, dank derer man unmerklich, aber tief beruhigt in ferne Welten entschwebt. Folk-Ambient wäre ein passender Begriff – für die, die bei Folkhörern noch immer an ungewaschene bärtige Männer in verfilzten Wollpullovern denken. (frk)



Siehe auch:
Svanevit

 Dråm: Dråm

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.draam.com



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