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Alle Rezensionen zu Montys Loco
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Man Overboard
(2006, Nabel NONSCD131)

Der Augenaufschlag zieht ein Klimpern hinter sich her, die Melancholie wälzt sich auf dem dicken Bärenfell. Das Make-Up liegt mit dem zerrissenen Pullover am Boden und reiht umherkullernde Perlen auf eine Schnur. An dieser Stelle fragt sich berechtigterweise der Leser, ob der Rezensent vielleicht die ein oder andere Droge hätte weniger nehmen sollen. Aber der Rezensent ist bei völligem Bewusstsein – nur etwas überfordert, die auf ihn einprasselnden Klangeindrücke in wortgerechte Häppchen zu pressen.

Dabei ist das Grundgerüst einfach und recht simpel: Popmusik, bestehend aus Akustikgitarre (wenig) und Gesang (gedoppelt). Dennoch schaffen es Anja Bigrell und Marie Eklund, jedem Song einen passenden Drall zu geben. Ob man da Björk oder Patti Smith vernimmt, wie es der Promotext vorschreibt, sei dahin gestellt. Hanne Hukkelberg oder Jenny Wilson scheinen da passendere Referenzen zu sein. Clever arbeiten die beiden mit Atmosphären und scheuen vor elektronischer Untermalung und karibischen, gar südstaatlerischen Anleihen nicht zurück. Eine Spielwiese der Popmusik. Und spätestens ab Track zwei will man mehr davon! (maw)



Siehe auch:
Hanne Hukkelberg
Jenny Wilson

 Montys Loco: Man Overboard

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.montysloco.com

   

Farewell Mr Happy
(2008, Nons NONSCD 142)

Prinzipientreue heißt im Falle Montys Loco immer noch: Anderssein, Wagnisse eingehen und Spontaneität beweisen. Jeder erdenkliche Gegenstand ist ein potenzielles Instrument, jeder Wortfetzen ein halber Song und Linearität keine adäquate Fahrbahn. Beinahe rockig ist das vierte Album der beiden besten Freundinnen geworden, die sonst eher den Picknickkorb mit feisten Pop-Pralinen bestückt haben. Hybrid und wild und kunterbunt und souverän sind die elf klitzekleinen Päckchen dennoch, die immer nur Harmlosigkeit vortäuschen.

Dickwülstige elektronische Untiefen und ungelenker Charme der Stimmen liefern genug Reibeflächen, um souverän den Status Quo als einer der wagemutigsten Zweiercombos Skandinaviens aufrecht zu erhalten. (maw)



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