Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Samae Koskinen
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Elossa
(2009, Suomen Musiikki KHYCD018)

Machen glückliche Menschen weniger intensive Musik? Interessante Frage. Denn Samae Koskinens zweites Solowerk »ELOSSA« ist zunächst einmal ein entspanntes, selbstbewusstes, intelligentes Konzeptalbum übers Lebendigsein an sich. In jedem Alter, in jeder Alltagssituation. Ist so voller kleiner hippiesker Glückseligkeit, dass man zunächst mal tief schlucken muss. Diese Freude an den kleinen Glitzersternchen, über die man unvermutet zwischen Montag und Freitag stolpert. Koskinen nuschelt mit souveräner Selbstverständlichkeit. Wagt sich vor und singt unerwartet sensible, sentimentale Liebeslieder. Puuh!

Aber wie war das mit dem Glücklichsein? Warum gibt es tausend mal mehr Lieder übers Leiden als übers Glück? Vielleicht weil das Unglück emotionalen Ausdruck braucht, während das Glück so kostbar und flüchtig ist, dass man es nicht mit Worten beschwören mag? Samae Koskinens angestammter Platz in der finnischen Popwelt ist auf dem nebligen Eiland, wo Eigentümlichkeit und melancholische Empfindsamkeit herrschen. Mit »ELOSSA« begibt sich Herr Koskinen plötzlich an den sonnigen Strand. Temperamentvoll, poprockig verspielt, lächelnd. Schön! Aber es fehlt etwas. Die kleine graue Nachdenklichkeit. Bitte wiederkommen! (emv)

Samae Koskinen: Elossa

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.samaekoskinen.net

   

Kuuluuko, Kuuntelen
(2011, KHY Suomen Musiikki)

Die Poesie des Alltags. Die Schönheit ganz normaler Dinge. Die sind es, die Samae Koskinen auf seinem dritten Soloalbum »KUULUUKO, KUUNTELEN« entdeckt. Temperamentvoll, leichtfüßig, selbstironisch. Es sind die kleinen Veränderungen die zählen. Dafür muss man die Popwelt nicht als nächstes hippes Ding aus den Angeln heben, sondern weitab von allem großen Geschrei in der finnischen Provinz mit großer Souveränität eben sein eigenes Ding machen:verspielte, lebhafte Popsongs schreiben, egal, ob die große Welt zuhört oder nicht.

Man wünschte, die Welt würde mehr auf die klassischen Gitarrenpoptöne aus Tampere lauschen. Sich einfach zurücklehnen und lächeln. Die Gedanken schweifen lassen. Vielleicht ein paar tastende Tanzschritte machen. Und sich an Samaes feiner, variantenreicher Stimme erfreuen. Dann entsteht das kleine, gar nicht so zerbrechliche Glück. (emv)

   

Vol. 1
(2006, Suomen Musiikki KHYCD03)

Es gibt sie, diese Pop-Alben, die Flügel haben. Die vom ersten Song an mühelos abheben und wie ein Segelflugzeug sanfte Kurven an den Himmel zeichnen. In dieser lauten Welt ist das eine nicht hoch genug zu schätzende Kostbarkeit. Kleine Sternstunden an Leichtigkeit und Zurückhaltung haben Sister Flo aus Riihimäki bereits mit ihrem wunderbaren Album »TRAGICIAN'S HAT« dahergezaubert – jetzt begibt sich Sänger Samae Koskinen auf Solopfade und kombiniert dieses Konzept mit literarischem Anspruch: Die Texte von »VOL.1« stammen von bekannten finnischen Lyrikern; vertont hat der geläuterte Ex-Kiss-Fan Koskinen, der sich hörbar dabei wohl fühlt, in seiner Muttersprache zu singen.

Das Ergebnis der schöpferischen Zusammenarbeit ist alles andere als muffig-hochkulturig, sondern lebenssprühend-gitarrenpopig. Mit Respekt vor Zwischentönen, Lust am Geschichten erzählen und viel Hochachtung vor Altmeistern wie Beatles, Kinks und Caravan. »Lintoveljekset« und »Hei Poika« sind so herzerweichend schöne Songs, die man am besten auf einer kleinen Wolke liegend lächelnd genießt. (emv)



Siehe auch:
Sister Flo



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel