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Alle Rezensionen zu Leningrad Cowboys
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Terzo Mondo
(2000, BMG 8085412RR)

Schon in Aki Kaurismäkis Film »Leningrad Cowboys Go America« zeigten sich die finnischen Schmalzlocken erstaunlich wandlungsfähig. Diese kosmopolitische Sicht haben sie auf der siebten Studio-CD beibehalten. Jedes Lied ordnen sie einem Land zu und unternehmen so eine »Reise um die Welt in 13 Songs«.

»Mardi Gras Ska« entpuppt sich als New-Orleans-Polka, in »Happy Being Miserable« fliegen sie zu einem sonnigen Reggae-Trip nach Jamaica, und »Abu Dhabi« führt die finnische Karawane in die arabische Wüste. Und musikalisch hat die ehemals schlechteste Band der Welt ordentlich zugelegt hat: Dank der der beiden Leningrad Ladies kann man nun weiß Gott nicht mehr behaupten, sie hätten keine fähigen Sänger. Eins kann man von diesen schrägen Vögel nicht behaupten: Sie wären nicht hochgradig amüsant und stilistisch vielseitig ... (peb)



Siehe auch:
Ville Pusa
Ben Granfelt

 Leningrad Cowboys: Terzo Mondo

   

Buena Vodka Social Club
(2011, SPV 309932)

Fünf Jahre sind seit dem mittelmäßigen »ZOMBIE'S PARADISE« vergangen … was haben die Leningrad Cowboys in der Zwischenzeit eigentlich gemacht? Getourt vermutlich – und am aktuellen Album »BUENA VODKA SOCIAL CLUB« gearbeitet. Das Ergebnis: Die Einhörner haben sich dem Metal wieder abgewendet, der Opener »Machine Gun Blues« bietet eine hektische Mischung aus Rock, Blues und Folk, der zum Stakkato-Schunkeln verlockt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause streifen die Musiker mit »Drill A Hole« Stonerrock, wälzen sich im Schmalz der Fünfziger (»Gimme Your Sushi«), legen ein Flamenco-Intro hin. Kurz gesagt: Die elf Songs sind ein wild zusammen gewürfelter Klang und Genre-Mix, der eigentlich nur durch den Wiedererkennungswert (Gesang und Instrumentalisierung) einen roten Faden erhält, zu verschieden, zu willkürlich wären die Stile sonst. (nat)

   

Zombie's Paradise
(2006, RCA/Sony BMG 82876833792)

Die Einhörner veröffentlichen ihr erstes Metal-Album. Die Bläser kämpfen gegen den dröhnenden Bass, verzerrte Gitarren heulen. Wer schon »Herzilein« coverte, schreckt offenbar vor nichts zurück – zum Einsteig spielen sie eine »Hevi«-Version von »You're My Heart, You're My Soul«.

Im Folgenden dreht die elfköpfige Truppe durch den Lordi-trifft-Rammstein-Wolf: »What Is Love«, »Goldfinger«, »Ring Of Fire« oder mal wieder ein deutsches Stück alias »Der Lachende Vagabund«. Allerdings ist »ZOMBIE'S PARADISE« nicht das beste oder kreativste Werk der Mannen um Hauptsänger Tipe Johnson. Zum Schmunzeln und Moshen reicht es allemal – aber ist das Kaufanreiz genug? (nat)



Siehe auch:
Lordi

   

Mongolian Barbecue
(1997, BMG 74321.47541.2)

Das finnische Dutzend mit den Misfits-Frisuren und den spitzen Schuhen lädt ein zum »MONGOLISCHEN BARBECUE«: Auf dem Speiseplan stehen neben der Metal-Variante des Eurythmics-Songs »There Must Be An Angel« eine etwas seltsame »Tekkno«-artige Version des »Sweet Home Alabama«.

Alkohol ist bei jeder finnischen Grillparty fester Bestandteil: Hier erinnert die »Drink Beer Polka« an das Grundnahrungsmittel der Nordlichter. Butter bei de Fische: »Have Mercy On Me« bringt die Schmalztöpfe zum Überlaufen – aber beim Abtanzen zum rockigen »Ivan The Birdman« purzeln die Pfunde wieder. (nat)

   

Go Space
(1996, BMG 74321.31647-2)

Endlich bestätigt sich, was wir schon immer vermutet haben: Die Leningrad Cowboys stammen von einem anderen Planeten. Wo liegt noch mal Finnland?! Bereits die Bilder im Booklet sind nicht von dieser Welt – vertrauter dagegen die Melodien und Gesang, Roter Armee-Chor einbegriffen: Bald ist man versucht, den Refrain des ersten Songs »Where's The Moon« mitzusingen, so simpel eingängig ist dieser.

Zwischen Balladen und Hüftschwung bewegen sich die Cowboys zeit- und schwerelos mit ihrem »Space Tractor« durch das All. Ein spezieller Dank gebührt übrigens Laika (dem ersten Hund im Weltall). (nat)



Siehe auch:
Laika & The Cosmonauts

   

Happy Together
(1994, BMG 74321.21389.2)

Die finnischen Traktorliebhaber und Bierdosen-Designer verfeinern mal wieder bekannte Hits: So bereichern sie etwa »Gimme All Your Lovin'« im Refrain um multiple Hallelujas (!) oder gehen mit einer inbrünstig gebrummten Version des Beatles-Klassikers »Yellow Submarine« auf Tauchstation.

Gemeinsam mit dem Roten Armee Ensemble vereinen die Kuhjungs, ganz »HAPPY TOGETHER«, Ost und West – verbinden sie doch so bedeutende Vorlieben wie Vodka, Bier und Uniformen. Den Styling-Tip fürs Cowboy-Einhorn gibt's gratis dazu: Haare mindestens zwei Jahre wachsen lassen, morgens und abends mit Fischleim einfetten. Zur Not mit Fischgräten stabilisieren. Mahlzeit! (nat)

   

Live in Prowinzz
(1993, BMG 74321.13646.2)

Ob »Back In The U.S.S.R.« oder »Tequila« - live sind die finnischen Cowboys unschlagbar. Als weitere köstliche Coverversionen in diesem wüsten Treiben empfehlen sich der atemlose »Sabre Dance«, der auf Highspeed gepushte Rocker »L.A. Woman« der Doors, ihre durch den Film bekannte Fassung von »Born To Be Wild« und - einfach köstlich - das auf Balalaikas geklimperte »These Boots«.

Auch Creedence Clearwater Revivals »Proud Mary« ziehen die finnischen Cowboys durch den Kakao, wobei sie sich mit ihrer A-cappella-Ausgabe eher an Ike und Tina Turners Version orientieren als am Original. (peb)

   

We Cum From Brooklyn
(1992, BMG B0000268Z4)

Wie kamen die Finnen nur auf die Idee ausgerechnet »Herzilein«, Prunkstück der deutschen Volksmusik-Doppelwhopper zu covern?! Wem das Wildecker Herzbuben-Original zu seicht ist, könnte der Cowboys-Variante etwas abgewinnen, sei es nur aufgrund des finnischen Akzentes oder der Erklärung: »This is Bayerisch describing the act of coitus interruptus – the only contraception in Germany«.

Der Rest des Albums präsentiert sich dagegen rockiger: Von Kopf (»Monkey Hat«) bis Fuß (»These Boots«) gut gekleidet, pilgern die Einhörner von der »Sauna« bis »Back In The USSR« – alles inklusive »No Sense At All«. (nat)



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