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Alle Rezensionen zu I'm From Barcelona
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Who Killed Harry Houdini
(2008, EMI 50999-2356772)

Auf dem Debüt schien alles groß zu sein, sogar übergroß: die Melodien, die Ideen, die Details und nicht zuletzt die Anzahl von 27+x Schweden auf der Bühne. Für den Zweitling hat sich die Band ihrer eigenen Trademarks beraubt. Das Überbordende, das Lebensbejahende und die Leichtigkeit der Melodien wurden ins Realformat zurechtgestutzt. Fast betrübt, schüchtern und traurig kommen die neuen Songs daher. Es klingt, als wäre die Band schlagartig erwachsen geworden.

Statt rübezahlgroßem Pop regiert die Ernsthaftigkeit, auch wenn sie wie bei »Rufus« in den Details (Handclaps) immer wieder gebrochen wird. Oder dem wunderbaren »Music Killed Me« aus der letzten hinterbänklerischen Ecke doch noch ein Ooh-Aah-Chor aus der Ritze flutscht. Aus der so gewonnenen Tiefe und Songwriter-Reife gewinnt das Album seinen Reiz und macht das Vergleichen zum Debüt obsolet. Der hiesige Ansatz ist ein gänzlich anderer. Nur hätte es zum Einspielen wie immer eigentlich nur fünf Musiker bedurft. Wozu der Rest dabei ist, klärt sich aber spätestens bei den kunterbunten Konzerten. (maw)

 I

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.imfrombarcelona.com

   

Let Me Introduce My Friends
(2006, Dolores/EMI 9463614802)

Unter den jugendlichen Hobbys rangiert das Briefmarken sammeln gleich hinter Barsche angeln und Hornbrillen polieren auf den letzten Plätzen der nach unten offenen Coolness-Skala. Dass aber die klebenden Portoblättchen aus aller Welt inzwischen wieder en vogue sind, verschuldete zumindest in Schweden eine Band, deren grob geschätzte siebenundzwanzig (in Zahlen: 27) Köpfe der Popwelt den ihrigen verdreht. Die Single »Collection Of Stamps« avancierte zum Indiehit, und überhaupt ist dieses Kollektiv längst nicht mehr zu übersehen.

Eine Big Band, die sich den Namen redlich verdient und deren Liveshows alle Grenzen zwischen Band und Publikum aufheben. Dabei klingt die Musik aber eher aufgeräumt als orchestral, indes immer freudestrahlend nach »We're From Barcelona«, oder besser nach »We're A Happy Family«. Und wenn dieses Debüt nicht die Welt rettet, umkrempelt und besser macht, dann wird es wohl niemals niemand nirgendwo schaffen. Sonnenpop für glückliche Menschen, oder die es werden wollen. Dass da textlich eher zu Trivialliteratur als zu Joyce gerückt wird? Geschenkt. Dieser Sommer braucht leichte Kost. Und neue Hobbys. (maw)



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