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Alle Rezensionen zu Ulrika Bodén
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Kôrksangern
(2011, Westpark 87227)

Ulrika Bodén geht auf »KÔRKSANGERN« wieder auf Forschungsreise durch ihre heimische Provinz Ångermanland hoch im schwedischen Norden und widmet sich folkloristischen Hymnen, Liebes- und sogar Weihnachtsliedern. Gefunden hat sie alle diese kleinen Schätze in einer Liedersammlung des Dichters Nicke Sjödin (»Nickes lilla psalmbok«), der die Texte dazu in den heimischen Dialekt übersetzte.

Sie hat sich Unterstützung geholt: Martin von Schmalensee (g, b, mand, bj), Niklas Roswall (nyckelharpa), Mattias Pérez (g), Gustav Hylén (tp) und Sofia Sandén (voc) sind von ihren sonstigen Projekten bekannt und begleiten sie einfühlsam. Ihre hohe, klare Stimme hat Charme und Ausdruck, das hat sie ja bei Ranarim schon bewiesen. Herzallerliebst und sehr munter ist »Om Pa Berga Häll I Skogen Ä Jäg«, zum Schluss gelingt ihr sogar eine wunderschöne und gar nicht kitschige Version von »Stille Nacht« - Respekt, das hat noch niemand geschafft. (tjk)



Siehe auch:
Ranarim
Kalabra

Ulrika Bodén: Kôrksangern

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ulrikaboden.se

   

Kärlekssånger
(2013, Westpark 87253)

Den Anfang von »Röda Rosor« bestreitet Ulrika Bodén nur mit Percussion und ihrer anerkannt klaren Stimme, nach und nach schleichen sich die Instrumente ein – ein richtig schöner Song zum Auftakt einer CD, für die als roter Faden schwedische Liebeslieder aus mehreren Jahrhunderten und Regionen dienen. Typisch Liebe: Es gibt auf »KÄRLEKSSÅNGER« fröhliche und melancholische Lieder, »Tusind Löften« ist eine wahrlich rührende Ballade. Bodén hat wahlweise alte Lieder komplett übernommen oder überlieferte Texte mit neuer Melodie versehen oder gleich den ganzen Song geschrieben.

Das macht sie mit einer ungewöhnlichen Besetzung, sie nennt es »Quintett mit acht Mitgliedern«, wohl weil nicht immer alle, sondern maximal fünf zu hören sind: Mia Marin wechselt sich an 5-saitiger Violine ab mit Emma Ahlberg an einer normalen Violine, ähnlich handhaben es Mattias Pérez (Gitarre) und Daniel Fredriksson (Laute) und die beiden Schlagwerker Petter Berndalen und Valter Kinbom. Dazu kommt Gustav Hylén an der Trompete – das ist wirklich eine Bereicherung, oft hört man dieses Instrument in der schwedischen Volksmusik nicht. Bodén selbst ist auch an der traditionellen Härjedalspipa (Flöte) und Harfenzither zu hören. Das klappt wirklich gut, nicht zuletzt natürlich aufgrund Bodéns Stimme. Allerdings ist die erste Hälfte der CD signifikant besser als die zweite – ob es in Schweden gar nicht so viele tolle Liebeslieder gibt? (tjk)

   

Rätt Nu Är Det På Tiden
(2004, Drone DROCD 037)

Es scheint viel zu regnen in Ångermanland. Stimmt natürlich nicht, aber die durchweg stimmungsvollen Fotos in Ulrika Bodéns Booklets suggerieren dies gern. Der Stimmung ihres Volksmusik-Cocktails tut dies keinen Abbruch – da wird in Pfützen gepatscht, durch unberührte Wälder gerannt und Blaubeeren nachgespürt. Zurück in der holzbeheizten Stube wärmt man sich dann mit Fruchtsuppe und Tee und greift henach zu Nyckelharpa, Mandola, Geige, Bandoneon unbd dergleichen mehr.

Die gute Ulrika – die wir ohnehin schon seit ihren Aufnahmen mit Kalabra und Ranarim lieben – gibt dazu das Repertoire vor, das sie schon auf ihrem Solo-Debüt »VÅLJE Å VRAKE« aus den Archiven ihrer Heimatprovinz zusammen gesammelt hat. Diesmal wurde sie vor allem bei den liedersammelnden SägnerInnen Frans Bergvall und Karin Sickström (beides Zeitgenosssen) fündig, denen sie mit diesem Album ein Denkmal setzen will. Es ist ihr gelungen – so frohgemut und unbeschwert, wie sie diese 21 herzallerliebsten Liedchen wie im Fluge beim Hörer passieren lässt. (peb)

   

Vålje Å Vrake – Visor Och Låtar Från Ångermanland
(2001, Drone DROCD024)

Mit dieser CD fing – nachdem sie einige Jahre in Stockholm studiert und dort ein gemischtes Repertoire sang – Ulrika Bodéns Reise zu den musikalischen Wurzeln ihrer Heimat an. Eine ihrer wichtigsten Quellen war Karin Sickström, aber auch Lieder von Folke Nygren oder Inga Ström trug sie zusammen.

Begleitet von Jens Engelbrecht, Niklas Roswall (beide auch bei Ranarim) und Anders Norudde an nahezu allen zupf- und streichbaren Saiteninstrumenten (und mehr) singt sie die typisch herben Volks-Balladen des süd-östlichen Norrlands, die – wir nähern uns langsam dem Polarkreis – schon eine gewisse raue Herzlichkeit erkennen lassen. Eine CD, die trotz der winterlichen Aufnahmezeit, die uns aus den idyllischen Booklet-Bildern entgegen leuchtet, wohlig das Herz erwärmt. (peb)



Siehe auch:
Anders Norudde



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