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Alle Rezensionen zu Pettersson & Fredriksson
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Virek
(2005, Drone DROCD 039)

Die sich auf »BRAND« abzeichnende Meisterschaft treiben Pettersson und Fredriksson auf »VIREK« noch eine Stufe weiter. Nur mehr drei Traditionals sind unter den zehn Stücken, der Rest sind Eigenkompositionen. Diese stehen zumindest mit den Füßen fest in der schwedischen Volksmusik: Das betrifft natürlich vor allem das Instrumentarium, außer Nyckelharpa und Mandola gönnen Daniel Pettersson und Daniel Fredriksson sich nichts. Aber das ist absolut ausreichend, die beiden haben offensichtlich Unmengen an guten Ideen und machen eine enorm spannende Musik. Das Duo beweist, dass man nicht nur über den Tellerrand hinausblicken, sondern gleichsam aus dem ganzen Teller springen kann. Dazu passt auch der Albumtitel: »VIREK« ist ein altes Wort aus Västerbotten, das für eine weitgereiste Person steht.

Mit »Häxan« beginnen sie sehr schwungvoll. Grandios schon das zweite Stück auf dieser CD, »Spel-Erik«, eine Polska aus Stensele, die sie sehr langsam beginnen und ganz behutsam aufbauen. »Kvällträsk« hingegen ist ein Beispiel, wie weit sich Pettersson und Fredriksson inzwischen von herkömmlichen Kompositions- und Spielweisen entfernt haben – die beiden Schweden haben mit »VIREK« ist ein kleines Meisterwerk geschaffen! (tjk)

 Pettersson & Fredriksson: Virek

   

Sotali
(2010, Eigenverlag SILK 01)

Schöner geht's kaum! Fast schon zu süß, wie diese CD daher kommt, mit selbst gemaltem Cover, als wär’s ein Poesie-Album. Und fast auch ein bißchen dick aufgetragen, wie das schwedische Duo mit einfachen Melodien und Harmonien eine Gänsehaut nach der anderen erzeugt. Aber eben nur fast! Bei genauerem Hinhören entdeckt man schnell enorme Qualität hinter betörender Schönheit. Wenn im ersten Stück »Brand« über vielfach wiederholter Akkordfolge die Melodie ganz leicht verändert wird, wenn im Titelstück ein paar leichte Flagioletts den Weg weisen, wenn – in jedem Stück findet man kleine Details im liebenswerten Ganzen.

Seit 1997 suchen Daniel Pettersson (nyckelharpa, übrigens auf diesem Instrument Weltmeister 2000) und Daniel Fredriksson (mandola) neue Wege in der akustischen Musik, mit alten Instrumenten und traditionellen Elementen. Manchmal etwas minimalistisch, wenn sie über kleine Riffs noch kleinere Melodien legen. »SOTALI« ist schon ihre dritte CD als Duo, das Wort stammt aus Nordschweden und beschreibt einen Menschen, der den ganzen Tag herumsitzt – oder vielleicht auch »aktives Nichtstun«: Wenn man im Sommer in der Hängematte liegt und diese CD hört, kommt das dem Paradies schon ziemlich nahe. (tjk)

   

Brand
(2002, Drone DROCD 027)

Auf ihrem Debut »BRAND« ist schon gut abzusehen, zu welcher Meisterschaft es Pettersson und Fredriksson bringen werden: Sie sind direkt auf dem Weg zu der faszinierenden Kombination aus Qualität und Schönheit, wie sie es auf »SOTALI« zelebrieren. Die beiden Daniels erzeugen mit Mandola (Fredriksson) und verschiedenen Nyckelharpas (Pettersson) eine packende neue schwedische Volksmusik. Sie sind auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen für akustische Musik, indem sie traditionelles Material durch ihre inneren imaginären Landschaften jagen – mit eigener Instrumentenkombination und klanglichen Vorstellungen. Mit viel Power schütteln sie die Musik aus Västerbotten ganz schön durch.

Sehr energisch kommt der »Schottis Efter Alfred Nilsson« daher, im Gegensatz dazu entfachen sie auf »Fyra Timmar« einen musikalischen Sog mit repetitiven Harmonien und Melodien, dem sich der Hörer kaum entziehen kann. Auch ein paar eigene Kompositionen sind dabei, die das hohe Niveau der bearbeiteten Traditionals problemlos halten. (tjk)



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