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Alle Rezensionen zu Turmion Kätilöt
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Universal Satan
(2018, Osasto-A Records/Cargo OSASTOCD20)

Turmion Kätilöt, war da nicht was? Genau: Die Hebammen des Verderbens gaben 2017, nach Abschluss ihrer »Dance Panique«-Tour, die Auflösung der Band bekannt. Hat keiner gemerkt, denn im nahezu normalen, zweijährigen Veröffentlichungsrhythmus erscheint nun der Nachfolger von »DANCE PANIQUE« in Deutschland. Studioalbum Nummer acht heißt »UNIVERSAL SATAN«, mit dabei sind außer den alten Hasen – MC Raaka Pee, Master Bates, DQ und Run-Q – erstmals der zweite Sänger Shag-U (seit 2017) und Gitarrist Bobby Undertaker (seit 2009), die Spellgoth sowie DJ Vastapallo ersetzen.

Einen Vorgeschmack auf den neuen-alten Disco -Metal-Sound lieferte die erste Single-Auskopplung »Sikiö« (»Embryo«). Höchste Zeit, dass die Finnen Ihrem Bandmaskottchen ein Stück widmen – und was für eins: düsterer, tanzbarer Party-Metal par excellence, mit sich perfekt ergänzendem Wechselgesang, fetten Gitarren und ins-Bein-gehender Rhythmik. Zwei Lieder mit englischen Texten sind ebenfalls vertreten; hörenswert ist der wilde Stilmix »Faster Than God«, mit Chor-Intro, dominantem Keyboard-Motiv kontra Gitarre-Bass-Schlagzeug-Wand. Deutlich düsterer klingen »Viimeinen Matka« (»letzte Reise«) mit seinem fast horrorfilmartigen Intro und »Helvetin Torvet« mit mehrstimmig gesprochenen Passagen und dramatischen Keyboard-Einlagen. Den Schlusspunkt – oder das Fragezeichen – setzt das angejazzte »To Be Continued 4 je T’aime«.

Turmion Kätilöt sind zurück: stärker, vielseitiger und irrer als zuvor. (nat)

 Turmion Kätilöt: Universal Satan

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.turmionkatilot.com/

   

USCH!
(2009, Raha Records RAHACD3)

Nach dem Intro »Vuosi 2008« paart sich der typische Turmion Kätilöt-Sound mit »No Limit« von 2 Unlimited im anschließenden Titeltrack, selbstredend in rammelndem-Karnickel-Stakkato. »U.S.C.H!« steht übrigens wahlweise für »Ultimate, Synthetic, Corrosion, Helter-Skelter« oder »Ultimate, Scum, Corruption, Heaven-Sent« und ist damit eins der englischsprachigen Stücke.

Eine absolute Neuheit: Bis dato beschränkten sich die Finnen auf Texte in ihrer Muttersprache, nun scheinen sie das Ausland erobern zu wollen. Ansonsten ist auf dem 40-Minüter alles beim Alten. Metallische Gitarren samt Schlagzeug prallen auf Industrialklänge, so dass der geneigte Hörer dazu sowohl tanzen als auch moshen kann – so lange er schnell genug dafür ist. (nat)

   

Pirun Nyrkki
(2006, Ranka Recordings RA129)

Turmion Kätilöt, auf Deutsch »die Hebammen des Verderbens«, werden von ihren Fans als »die finnischen Rammstein« bezeichnet – allerdings in einer weitaus irreren Ausgabe. Der Elektro-Crossover-Sechser um die beiden Frontmänner MC Raaka Pee (Gesang) und DJ Vastapallo (Gitarre) mischt seit nunmehr drei Jahren die einheimische (Metal)Szene auf – außerhalb Suomis kennt sie allerdings kaum einer.

Spektakulär sind die Liveshows, wenn die Bandmitglieder finster bemalt, teils mit historischen Pentagrammen tätowiert im S/M-Outfit oder Lederschürze auf der Bühne stehen und gerne gemeinsam mit ihren Kumpels von »Circus Mundus Absurdus« etwa ihre Piercings einem Belastungstest unterziehen oder Voodoo am lebenden Objekt praktizieren. Nun dürfte den geneigten Leser eine dunkle Ahnung beschleichen, wie schräg die Jungs unterwegs sind ... und die Musik passt exakt dazu. Auch die des Drittlings »PIRUN NYRKKI«. (nat)

   

Hoitovirhe
(2004, Ranka Recordings RA109)

Der »BEHANDLUNGSFEHLER« ist auch noch fünf Jahre und mehrere Alben später das beste Werk der finnischen Hebammen. Der Techno-Metal-Zwitter von Turmion Kätilöt kracht frisch und unverbraucht aus den Boxen, trotz aller Rammstein-Inspirationen. Das kreative Songwriterduo MC Raaka Pee und DJ Vastapallo lässt es auf seinem Debüt 39 Minuten richtig krachen.

Die elf knallharten Songs treten das Gaspedal durch und rocken mit ihren fetten Riffs satt, dazu passt das hart gesprochene Finnisch einfach perfekt. Dass nicht nur die Musik latent wahnsinnig wirkt, sondern auch deren Protagonisten, beweist das Video zu ihrem Album-Hit »Verta Ja Lihaa« (»Blut und Fleisch«): Dort fliehen sie in Ganzkörper- Latexanzügen erfolglos vor einem UFO und werden schließlich von den Außerirdischen entführt – um ein Konzert zu spielen. (nat)



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