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Alle Rezensionen zu Lene Marlin
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Lost In A Moment
(2005, Virgin/EMI 0094631182327)

Ach, Lene. Es fing so schön an: Ein blutjunges Mädel aus Tromsø mit angenehmer Stimme landete mit ihrem schmissig-naivem Pop einen Mega-Treffer, dessen Charme man selbst als Mainstream-Verächter nur schwer widersetehen konnte. Sicher: »PLAYING MY GAME« war alles andere als ein Meisterwerk, aber nett: ein Stück Gebrauchsmusik eben, das einem in bestimmten Momenten durchaus das Leben versüßen konnte.

2005 – Lene Marlin ist inzwischen 24 Jahre – ist ihr nun aber das kleine Quentchen Individualität, weswegen man ihr Pop-Zuckerwerk eben doch lieben konnte, restlos verloren gegangen. Ihr vermutlich größter Fehler für diesmal: Sie hätte sich nicht dem Hitproduzenten-Trio Stargate an die Brust werfen dürfen, zu dessen Kunden schon Mariah Carey, Cher und Mary J. Blige gehörten. Denn Lenes Songs sind nicht markant genug, um makellos glatt geschliffen Bestand zu haben. Es könnte interessant sein, sie mal in einem reduziert-ungeschliffenen Folk-Umfeld zu hören oder unterstützt von charakterstarken Instrumentalisten. So aber wirkt ihre Pop-Dutzendware wie sie selbst auf dem Cover: blutleer und geschminkt bis zum Geht-nicht-mehr. (peb)

Lene Marlin: Lost In A Moment

   

Twist The Truth
(2009, Virgin/EMI 5099969790324)

Vor zehn Jahren wurde die18jährige Lene Marlin zum echten Pop-Sternchen. Doch der künstlerische wie kommerzielle Absturz kam im Laufe von drei CDs: Aus dem charmanten Kleinmädchen-Pop wurde von internationalen Hit-Produzenten gnadenlos glatt geschliffene Dutzendware. Mit Album Nummer vier wagt sie einen neuen Start: Als Produzent kommt mit Evert Johansen endlich wieder ein Norweger zum Zuge, der uns als »Magnet« bereits wunderbare Singer/Songwriter-Melancholie geschenkt hat. Ähnlich zurückgenommen zeigt sich auch Lene Marlin und steht damit Sheryl Crow oder Suzanne Vega näher als Cher und Mariah Carey.

Bei den sensibel und sparsamen Arrangements hat Johansen ganze Arbeit geleistet; Lenes zuckersüße, doch bisweilen etwas ausdrucksschwache Stimme kann da aber nicht mithalten. Immerhin: Ihr einstiges Niveau hat sie – auch kompositorisch – trotz Weiterentwicklung wieder locker erreicht. (peb)



Siehe auch:
Magnet

   

Another Day
(2003, Virgin 592156-2)

Erwachsener sieht sie aus. Kunststück: Das zum Zeitpunkt ihres mega-erfolgreichen Debüts 18jährige Pop-Sternchen zog sich nach dem großen Medienrummel erstmal lange zurück. Erst mit 22 Lenzen wagte sie es, zusammen mit Produzent Mike Hedges – bislang tätig für Cure oder U2 – ihrem zweiten Album in London Leben einzuhauchen.

Unverändert baut Lene Marlin hier auf charmant-simplen, immer ein wenig sphärischen Streichel-Pop. Das geht gut rein, ebenso rasch jedoch auch wieder raus. Denn ihren größten Bonus – diese herrliche süße Backfisch-Naivität – hat sie mittlerweile verloren. (peb)

   

Playing My Game
(1999, Virgin/EMI CDVIRDJF83)

Ganz Norwegen freute sich mit Tromsø. Denn nun hat auch (Nord-) Norwegen ein Pop-Sternchen, das den Sprung in die internationalen Charts mit Leichtigkeit schaffte. Die 18jährige Schülerin nennt Janet Jackson als eine ihrer Lieblingskünstlerinnen, doch mit diesem Vergleich täte man ihr Unrecht.

Lene Marlin komponiert und singt zwar stromlinienförmigen Mainstream-Pop, doch ihre pfiffigen Arrangements und ihre naiv-süße Stimme könnten so manche Zweifler überzeugen. Mit Girlie-Pop à la Spice Girls hat sie zumindest nicht viel am Hut; ihr Ansatz ist überlegter, entspannter und trotz ihres jungen Alters reifer – eben einfach Songwriter-orientierter. In Tromsø ticken die Uhren eben doch deutlich weniger hektisch. (peb)



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