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Alle Rezensionen zu Erlend Ropstad
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Bright Late Nights
(2007, Rec90/Cargo RID 069)

Soll man den Hinweis positiv oder negativ verstehen, dass Erlend Ropstads Musik als Werbung für die europäische Partnervermittlung Parship verwendet wurde? Warum es dazu kam, versteht man jedoch schnell: Der Fotograf, Journalist und Lehrer aus dem kleinen norwegischen Bergdorf Oppdal muss ein grundgütiger und herzenswarmer Mensch sein, wenn er solch zartbitteren Songs schreibt und sie mit charmantem Unterstatement vorträgt. Dass er Support-Act für skandinavische Kollegen wie Magnet, Big Bang, Thomas Dybdahl oder Teitur war, verwundert da nicht. Höchstens, dass die sich getraut haben, ihn vor ihremn eigenen Konzert spielen zu lassen.

Denn Erlend Ropstad muss nur das mit Bottleneck-Gitarre begleitete »You're A Part Of Me« singen, und man liegt ihm ganz und gar entwaffnet zu Füßen – sofern man weiblichen Geschlechts ist. Die Männer unter uns beschließen dann stattdessen, Musiker zu werden, am besten in Norwegen. Denn nur dort ist es wohl möglich, dass eine knarzige Träumer-Ballade wie »Wynona And I« kurzzeitig zum Radio-Hit wird. »BRIGHT LATE NIGHTS« – produziert vom Kings Of Convinience-Bassisten Davide Bertolini und in dessen Studio aufgenommen – kann eine Zeitlang zum Dauergast in der Hifi-Anlage werden. (peb)



Siehe auch:
Kings Of Convenience

Erlend Ropstad: Bright Late Nights

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.erlendropstad.com

   

Roy, It Ain’t Over Yet
(2010, Rec90/Cargo RID071)

Das ist schon einen Hinweis wert, dass dieses Album an einem der regnerischsten Orte überhaupt, nämlich in Bergen aufgenommen wurde, während er selbst aus Kristianstad, dem sonnigsten Ort Norwegens kommt. Abgesehen von dieser netten Randnotiz bleibt zu bemerken, dass Ropstad abermals Davide Bartolini, den Bassisten der Kings Of Convinience, als Produzent wählte. Und dass er sich wie schon auf seinem Debüt »BRIGHT LATE NIGHTS« als fähiger Singer/Songwriter mit einem Händchen für Schmuse-Pop und Streicher-begleitete Folk-Romantik profiliert.

Das erste Album warf ein Lied ab, das die Partnervermittlung Parship als Werbung nutze; dabei zeigt der unauffällige Norweger mit der Nachfolge-CD fast noch mehr Einfühlungsvermögen. Die erweist sich dank seiner samtigen Stimme und den kumpelhaften Songs als liebenswerter Begleiter im MP3-Player oder als Untermalung für den gemütlichen Abend am Kaminfeuer, zumindest für eine gewisse Zeit. Aber welches Album überdauert schon die Ewigkeit? Ein Tipp für alle Freunde von Thomas Dybdahl, Teitur, Bonny »Prince« Billy, Antony & The Johnsons und David Gray. (peb)

   

The Magnetic Tapes
(EP, 2006, Rec90 RID065)

Ursprünglich sollte Gwyneth Paltrow die weibliche Hauptrolle auf der Titanic spielen. Und ursprünglich sollte auch Erlend Ropstad der Sitekick seines Namensvetters Øye werden. Das Ende ist bekannt: Kate Winslet bekam die prestigeträchtige Rolle des Millionensellers, und Erlend Øye gründete mit Eirik Glambek Boe die Kings Of Convenience. Die Geschichte der verpassten Chancen zieht sich wie ein roter Faden durch die feingeistigen Akustiksongs des Kristiansunders.

Sechs reduzierte, sehnsüchtelnde Kleinode schenkt er uns als Appetithappen für sein erstes Album. Sparsam instrumentiert und nur einmal durch ein Frauenstimme gebrochen wärmen sie wie Kaminfeuer, eine Tasse Tee oder eine flauschige Decke. Einschlafen fällt hier gar zu leicht. (maw)



Siehe auch:
Erlend Øye
Kings Of Convenience



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