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Alle Rezensionen zu Poisonblack
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Lust Stained Despair
(2006, Century Media/SPV 77513-2)

Unverkennbar Ville Laihiala, der hier ins Mikro röhrt. Der Ex-Sentenced-Fronter gründete die düstere Truppe 2002, übergab den Gesangsposten an Leppäluoto (Charon) und übernahm die Gitarre. Nach diversen Besetzungswechseln sowie dem Aus von Sentenced steht Laihiala wieder bei Poisonblack für den Nachfolger vom 2003er »ESCAPEXSTACY« in der ersten Reihe. Unzufrieden mit der ersten, fast fertigen Version von »LUST STAINED DESPAIR« beschließen er, Schlagzeuger Kanerva, Keyboarder Sneck, Basser Remes plus Gitarrist Markus »zu warten, zu leben und ein wenig zu sterben«.

Im zweiten Anlauf erzielen die Ouluer schließlich ein exzellentes Ergebnis: Statt genretypischer oberflächlicher Balladen, ergänzt durch metallischen 08/15-Sound, natürlich aufgemotzt vom obligatorischen Möchtegern-theatralischen Keyboard, kreieren die Finnen echte Kracher wie den Opener oder »Rush«. Eine schöne Ballade fügt sich mühelos ins stimmige Klangbild ein, aber die Melodien kommen in keinem der elf Stücke zu kurz, bis zum absoluten Hitkandidaten, mit dem die Scheibe ausklingt, pardon: »ausrockt«. (nat)



Siehe auch:
Sentenced
Charon
Kalmah
Reflexion

 Poisonblack: Lust Stained Despair

   

Of Rust And Bone
(2010, Century Media 9979702)

Sex sells – und so bewerben Poisonblack ihr neues Werk »OF RUST AND BONE« mit diesen Worten: »Einige Tracks haben wir sogar vollständig nackt aufgenommen. Es ist beeindruckend wie sehr man sein Instrument und den Song fühlt, wenn man keine Kleidung an hat …«. Sein Instrument fühlt? Ich fühle mich beim zweiten Track »Leech« allenfalls an Megadeth' »Symphony Of Destruction« erinnert – und bei »Buried Alive« schon wieder?

Leider kann das Quintett nach dem starken Opener »My Sun Shines Black« das Niveau nicht halten; am Schmachtfetzen »Invisible« scheiden sich die Geister ohnehin. Die Finnen agieren und arrangieren ihre neun Songs hier etwas komplexer und gewagter als auf dem Vorgänger, man höre nur die Bluesnummer »Down The Drain« oder den monumentalen »The Last Song«. Doch hat der 49-Minüter seine besten Momente, wenn die Truppe um Ville Laihiala schlicht satt rockt. (nat)



Siehe auch:
Gothic Romance 2
Gothic Romance 3

   

A Dead Heavy Day
(2008, Century Media 9977402)

Ville Laihiala kündigte im Vorfeld an, »A DEAD HEAVY DAY« solle noch härter ausfallen als der 2006er Vorgänger »LUST STAINED DESPAIR«. Das halbminütigen Bluesintro lockt erstmal auf die falsche Fährte, doch der Opener »Diane« offenbart, was der Ex-Sentenced-Fronter meint: Rotzig, hart, weniger ausgefeilt, mit teils Sentenced-artigen Anklängen der Saitenfraktion rocken die Finnen dynamisch vorwärts.

Fast eine Stunde speien sie fette Riffs, donnernde Drums, Ohrwurm-Melodien und mitröchelfreundliche Texte aus den Boxen; einige melancholische Schwergewichts-Balladen wie der Titeltrack oder »X« inbegriffen. An Laihialas nunmehr kratzigem, heiseren Gesang – nahe an Motörheads Lemmy in »Me, Myself And I« – mögen sich die Geister scheiden. Doch wer sich daran nicht stört, sowie dem Drittling mehrere Durchläufe zur vollen Entfaltung gewährt, wird seine Freude haben. (nat)



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