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Alle Rezensionen zu Steinar Lund
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

The Mystery Of Runes
(2002, Northstar NSMCD 289)

Eine gute Botschaft für alle Fans von Fantasy-Rollenspielen, die sich so gerne in eine Vormoderne flüchten, als Männer noch Helden sein konnten und die Unterschiede zwischen Gut und Böse ganz einfach auszumachen waren: Steinar Lund, den es als Zehnjährigen aus Norwegen auf die Britischen Inseln verschlug, hat die passende musikalische Untermalung für euer nächstes Magier- und Elfentreffen zu bieten. Schwülstige New-Age-Sphärenklänge, die sich mit minimalsten Veränderungen wie ein klebriger Film über die Gehörgänge legen. Dass die Synthies nicht vor Erschöpfung aufjaulen, grenzt an ein echtes Wunder.

Zur Entspannung nach einem extrem nervigen Arbeitstag ist ein Song Lund'scher Runenromantik durchaus zu verkraften. Richtig ärgerlich aber ist das Gesamtpaket, wenn die nordische Mythologie zum Walle-Walle-Kitsch weichgekocht wird. Und ganz schlimm wird es zum Schluss, wenn ganze Chöre lächelnder geschlechtsloser Feen und edler Legolas-Junghelden zu Hochform auflaufen. Hinweg mit euch, sonst schreite ich ernsthaft zum Exorzismus! (emv)

Steinar Lund: The Mystery Of Runes

   

The Way Of Ch'i
(2001, Northstar NSMCD 285)

Liebe Betreiber von Relax-Aroma-Saunen: Sollte Euch der fernöstliche Zitronengras-Aufguss versehentlich ausgegangen sein und die von den Schrecken des modernen Lebens waidwunde Kundschaft leise wimmernd um Sinnesberuhigung flehen, dann schiebt doch einfach Steinar Lunds Synthie-Opus »THE WAY OF CH'I« in den CD-Player ein. Nach dieser Harmonie-Killerkeule aus dem New-Age-Märchenland kehrt wieder Ruhe bei der Kundschaft ein. Versprochen!

Für den Rest der Welt, der mit derlei naivem esoterischem Trallala wenig anfangen kann, ist die Auseinandersetzung des Norwegers mit östlichen Musiktraditionen eine Zumutung. Einfallslos gespielt, frech verhackstückt, dreist geklaut und und unerträglich pathetisch aufgemotzt. Volksverdummung mit Meditations-Anspruch. AUA! (emv)



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