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Alle Rezensionen zu Late Night Venture
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Late Night Venture
(2006, Quartermain Records 5722121 951669)

Im Land von Late Night Venture ist es dämmerig, fast dunkel, aber ein letzter Glanz von altrosa Abendrot ist noch erkennbar. Nüchtern-rationale Hörer, eine spezieller Warnhinweis für euch: Das selbstbetitelte Debütalbum der vier Dänen ist großes Gefühlskino, ist ein Melodram der Düsternis in Cinemascope. Kajalschwarze Schwermut ist in der Popgeschichte zugegebenermaßen ein sehr strapaziertes Subgenre, aber das Quartett spielt mit so viel atemloser Leidenschaft, furchtloser Experimentierlust und so viel herzzerreißender Hingabe, dass es unmöglich ist, sich dem Abstieg in ungewisse Gefühlstiefen zu entziehen.

Angst und Glamour und – holla! – einen Nachhall psychedelischer Ausschweifungen zu einer Synthese zu verbinden, das macht Late Night Venture so schnell keiner nach. Und dabei gleichzeitig noch sehr gelassen mit Vocodern und anderen elektronischem Spielkram zu experimentieren – souverän. Schmerz und Lust waren schon immer eine sehr interessante Kombination, und das hat die junge Band sehr gut verstanden. Wer bei Songs wie »Peace Fountains« und »After« nicht ein sehr akutes Herzziehen verspürt, der macht irgendetwas falsch im Leben. (emv)

 Late Night Venture: Late Night Venture

Offizielle Website

Offizielle Website      www.latenightventure.dk

   

Pioneers Of Spaceflight
(2012, Dunk Records)

Kosmische Känge: Die dänischen Postrocker Late Night Venture tauchen auf ihrem zweiten Album »PIONEERS OF SPACEFLIGHT« kopfüber ab in die dunkel dräuenden Weiten des Weltalls. Um Isolation geht es hier, um überlebensgroße Gefühle und um unbeirrbaren Entdeckergeist in den Tiefen des eigenen Bewusstseins. Die zumeist instrumental eingespielten Tracks bauen in bester Postrock-Tradition epische Spannungsbögen auf und verstehen es bestens, die Balance zwischen Wut und Empfindsamkeit zu halten. Dabei können die Vier durchaus auch verspielt daherkommen: Wie im fast schon poppig-melodisch anmutenden »Birminingham«, dem selbst meine vierjährige Nichte mit Genuss lauschen würde. Besonders wegen der engelhaften Sphärengesänge!

Dass Late Night Venture den Postrock nicht revolutionieren - geschenkt! Dafür überzeugen die Kopenhagener mit Intensität, mit unbedingter Hingabe und mit einer gehörigen Portion Neugier: Mit »Carisma« umrundet ihr kleines Raumschiff den Planeten Psychedelik-Rock, dass es eine wahre Freude ist. Wer in den Weiten des Universums wunderbar verloren gehen will, der sollte sich einfach hoch zu den Dänen beamen lassen. Das wunderbar naive Artwork von Lotta Green ist ein zusätzliches Bonbon! (emv)

Video-Link



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