Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Hilde Hefte
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Short Stories
(2013, Ponca Jazz Records/Musikkoperatørene PJRCD124)

Ganz schön wandelbar - fast nichts mehr von Jazz ist geblieben, allenfalls die Färbung der Stimme und der Instrumente. Aber Hilde Hefte schlägt, sechs Jahre nach ihrem letzten Album, dem Orchester-Jazzwerk »An Evening in Prague« mit den dortigen Philharmonikern, den komplett entgegengesetzten Weg ein: sie nahm ein äußerst intimes Popalbum auf. Mehrere der Songs werden allein von ihrer Stimme getragen, hin und wieder tritt sie in Dialog mit einem Instrument - der Harfe Sidsel Walstads, Egil Kapstads Piano, John Pål Inderbergs Sax und Fredrik Sahlanders Kontrabass. Mehr Reduktion wäre kaum mehr möglich.

Sehr nah lässt Hilde Hefte ihre Zuhörer zu sich, in dieses intime Setting. Doch es handelt sich hier nicht um tagebuchartiges Songwriting, obwohl man dies auf den ersten Blick vermuten würde. Die zwölf Lieder stammen aus den unterschiedlichsten Quellen, nur ein A-cappella-Stück schrieb sie selbst. Dazu »Mercy Street« von Peter Gabriel, Rodgers/Hart (»My Romance«!), Randy Newmans »In Germany before the War«, Rickie Lee Jones, Bill Evans, Frederick Hollander, Traditionelles... Hilde Heftes »SHORT STORIES« ist eine der eindrucksvollsten und persönlichsten Zusammenstellungen aus Bekanntem und Fast-Klassikern, die man in letzter Zeit im Genre »Cover-Album« hören durfte. (ijb)



Siehe auch:
"Short Stories" von Mats Eilertsen
Kirsti, Ola & Erik
Solveig Slettahjell, Knut Reiersrud & In The Country
Eldbjørg Raknes & Oscar Grönberg

Hilde Hefte: Short Stories

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.hildehefte.no

   

An Evening In Prag
(2007, Ponca Jazz Records PJRCD 111)

Wem die letzte CD von Hilde Hefte noch nicht elegant und geschmackvoll genug war, dem kann nun geholfen werden: Das ganze Prager Symphonieorchester begleitet die norwegische Sängerin und bettet sie weich wie in ein Meer aus Satinkissen.

Ein reines Balladenalbum ist aus dem Abend in Prag geworden, und ihre Band traut sich kaum einen Mucks. Soli finden daher nur selten statt und wirken auch fast deplaziert. Die Arrangements von Pianist Egil Kapstadt klingen einerseits elegant und geschmackvoll, zugleich aber brav und ziemlich old fashioned. Für Hilde Hefte erscheint das Orchester eine Nummer zu groß, sie gerät zudem an ihre stimmlichen Grenzen und kann nicht über die gesamte CD fesseln – wie mag das erst im Konzertsaal aussehen? Endet also diese CD als (allerdings idealer) Hintergrund in einem feinen Restaurant? (tjk)

   

On The Corner
(2006, Ponca Jazz Records PJRCD 100)

Inzwischen hat die norwegische Sängerin Hilde Hefte ein eigenes Label gegründet, womit ihre Verdienste um den norwegischen Jazz weiter wachsen. Sie selbst pflegt auf »ON THE CORNER« den Vocal Jazz in seiner eleganten, etwas altmodischen Variante, mit Abendkleid und Smoking, und einem ausgezeichnetem 5-Gänge-Menu.

Hilde Heftes alte Weggefährten verströmen von der Bühne (respektable CD) eine kompetente Routine, die dem Hörer signalisiert: Hier bist Du sicher, hier wird kein falscher Piano-Akkord von Egil Kapstad die Sauce hollandaise gerinnen lassen, kein überraschender Sturm des Saxophons von Nisse Sandström die Spargelstange knicken. Bassist Bjørn Alterhaug ersetzt das Kaminfeuer, und Drummer Eyvind Olsen wischt mit Besen gleich böse Geister hinfort. Hilde Hefte selbst kann singen, hat Stil und geriert sich nicht als Diva. Als Dessert empfehlen wir Basilikumeis mit in Port und Balsamico marinierten Erdbeeren. (tjk)

   

Playsong – The Music Of Bill Evans
(2001, Hot Club Records HRCD 133)

Auf »PLAYSONG« zeichnet die norwegische Sängerin Hilde Hefte ein Portrait des legendären Pianisten Bill Evans (1929 – 1980), der mit Scott LaFaro und Paul Motian das Klaviertrio revolutionierte und der u.a. auch auf Miles Davis' »KIND OF BLUE« mitwirkte. Evans ist zuerst als großer instrumentaler Lyriker bekannt, aber auch einige seiner Kompositionen haben den Weg ins klassische Jazz-Repertoire gefunden.

Hilde Hefte beweist Mut, sich als Sängerin der Stücke anzunehmen. Mit ihren Veteranen Egil Kapstad (p), Nisse Sandström (ts), Bjørn Alterhaug (b) und Eyvind Olsen (dr) geht sie dabei auch behutsam und mit Bedacht zu Werke und versucht gar nicht erst, die Struktur oder Stimmung der Kompositionen zu verändern. Stücke wie »Childrens Playsong« oder das wunderschöne »Interplay« interpretiert sie ohne Text und überzeugt mit einer schnörkellosen, warmen Stimme mit leichter Melancholie. Diese durchweht die ganze CD; einzig »Four« durchbricht uptempo die vorherrschende Grundstimmung. Sehr schön auch die beiden Klassiker »Peri's Scope« und »Waltz For Debby«; bei »Blue In Green« gibt Trompeter Jan Allan den Miles und macht die einzige kleine Schwäche der CD deutlich: Etwas mehr Eigenständigkeit und, ja doch, Wagemut hätte hier nicht geschadet. (tjk)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel