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Alle Rezensionen zu Love Is All
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Nine Times The Same Song
(2006, Parlophone/EMI 0094636907123)

Energie ist schließlich dazu da, verbraucht zu werden. Das haben auch die fünf Göteborger begriffen und legen die Hand an den Puls der Zeit. Ihr Sound propagiert die vollkommene Entfesselung, ausgelassen bis zum Gehtnichtmehr. Wer etwas gegen rotznäsige und überkandidelte Bands hat, bekommt hier ein Problem, vermutlich sogar Ausschlag mitten im Gesicht. Mit Highspeed geht es durch die Gegend – egal, wohin; mit gleich zwei Leutchen am Mikro, die zuviel Duracell gefrühstückt haben. Die grellbunte Mischung aus Popfrakturen, Simpelst-Trommelmaschinenmuster und clever gestalteten und platzierten Slogans ist eingebettet in die musikalische Befehlsform. Saxophon drüber, kühle Gitarrenriffs und noch schnell drei Espressi den Rachen herunter verklappt.

Und auch ihre Perfomance kommt nicht ohne arty Attitüde daher. Live gewinnt die rohe und punkige Seite der Liebessüchtigen. Aber auch auf ihrem Debütalbum zucken und zicken sie hart und hastig, dass man meint, diese Combo sei direkt von der Revolution geschminkt. Dabei geht es geradezu friedlich und ironisch in den meist genau so expressiven Texten zu. Es piekst, schubbert und ist geradezu liebevoll Lo-fi. Love Is All You Need. Und Love Is All. (maw)

 Love Is All: Nine Times The Same Song

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.loveisall.se

   

A Hundred Things Keep Me Up at Night
(2008, What´s your Rupture WYR0508)

Josephine Olausson hat schlecht geschlafen. Jault und knödelt, mal niedergeschlagen mal ekstatisch – und genau zwischen diesen Polen klammert sich auch der Zweitling dieser Formation an die gute Seite der Popmusik. Denn auch wenn die Hi-Hats wieder durchschwingen, die LoFi-Gitarren voranpeitschen und die Produktion vierzig Jahre Musikgeschichte zurücknimmt: Die Melodien sind weiterhin riesengroß. Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle, ob es um gruselige Angstszenarien geht oder hemmungslose Minuten.

Fast immer gibt der Upbeat die Richtung vor (»Wishing Well«), aber auch die balladesken Songs (»When Giants Fall«) können mit Spielfreude und jederzeit hochklassigem Pop-Songwriting punkten. Es geht rauf und runter, hin und her. Cheesige Backgroundchöre, Post-Punk-Attitüde, spleenige Sperenzchen. Das hier ist die Fix-und-Fertig-Version des Indierocks 2008. (maw)



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