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Alle Rezensionen zu Bertine Zetlitz
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Sweet Injections
(2003, Capitol/EMI 581515.2)

Man erinnere sich: Ihr Debüt »MORBID LATE NIGHT SHOW« brachte Bertine zwei Grammys ein, zerfaserte jedoch zwischen billigem Discopop einerseits und - einigen wenigen - trefflich inszenierten TripHop-Meisterwerken andererseits. Auf ihrer dritten CD »SWEET INJECTIONS« - ein recht passender Titel für die klebrigen und dennoch unter die Haut gehenden Downbeat-Ohrwürmer - hält die junge Osloerin das Niveau besser, dringt dafür aber auch nicht mehr in die Spitzenposition damaliger Songs wie »Abigail« oder »Butcher's Son« vor.

Unterstützt von Top-Produzenten wie Howie B (Björk), Magnus Fiennes (Morcheeba) oder Richard X (Sugababes) gelang ihr schmissiger Synthie-Pop, der dank düsterer bis mystischer Untertöne nie zu glatt gebügelt klingt. Doch wie gesagt: Zum ganz großen Wurf entwickelt sich leider keiner der Songs. Für sie spricht allerdings, dass sie von Thomas Dybdahl als Gastsängerin eingeladen wird. (peb)



Siehe auch:
Thomas Dybdahl

Bertine Zetlitz: Sweet Injections

Offizielle Website

Offizielle Website      http://bertinezetlitz.no/

   

My Italian Greyhound
(2006, Capitol/EMI 0946-3717972)

Es wurde nichts dem Zufall überlassen. Die Songs mit Produzententeams ersonnen, in London eingespielt und von Stephen Fitzmaurice (Depeche Mode, Kylie Minogue) gemixt. So ist es keine Überraschung, dass das nunmehr fünfte Album wie eine Mischung aus Eurythmics, Madonna und The Knife daherkommt und durchaus mit produktionstechnischer Qualität aufwarten kann: Fingerschnipser, Streichertupfer, bombende Beats – alles im perfekten Timing.

»MY ITALIAN GREYHOUND« ist aber auch ein Beleg dafür, dass man Seele, Charme und stimmige Songs nicht nachträglich hinzuaddieren kann. Nebst einigen schmucken Radio-Ohrwürmern geht das meiste im Synthesizer-Saft baden, aber ohne die überkandidelten Geschmacksverirrungen des Vorgängers zu wiederholen. (maw)

   

Rollerskating
(2004, Capitol/EMI 72438.63774.2)

Dass Erfolg im Musikgeschäft nicht immer gleichgesetzt mit Qualität betrachtet werden kann, demonstriert erneut auf eindrucksvolle Weise Bertine Zetlitz. Als Disco-Pop-Queen bricht sie in ihrem Heimatland alle Rekorde und darf sich schon im dritten Anlauf auf den Norwegen-Grammy freuen.

Harmlos schmusige Pop-Balladen nebst Reminiszenzen an 90er Jahre-Synthiepop bilden den alles umspannenden Rahmen. Ausflüge ins Jazz-Revier oder Neo-House-Gefilde bilden zweischneidige Ausnahmen. Treuherzige Beats und stieselige, ohrwurmstichige Melodiebatzen haften an der polierten Oberfläche und sorgen für die chartstaugliche Sicherheitsreißleine. Die Lalala-Messlatte ist wieder um ein paar Zentimeter nach oben verschoben worden. (maw)

   

Morbid Late Night Show
(1998, Parlophone/EMI 4.93124.2)

Die kleine Bertine mit ihrem Stachel-Haarschnitt macht es einem nicht leicht. Zum einen ist sie sich nicht zu schade für billigen und nach Schema F entworfenen Disco-Pop; zum anderen gelingen ihr aber auch trefflich inszenierte TripHop-Meisterwerke, produziert von Jan Bang.

Zum Beispiel: »Abigail« und »Apples und Diamonds« überzeugen mit schwereloser Funk-Eleganz, und »Butcher's Son« kommt als eine der schönsten Streicher-Balladen daher, die die Pop-Geschichte aufweisen kann: Kate Bush und Tori Amos lassen grüßen. Auch »In My Mind« – mit Arild Anderson am Bass und Bugge Wesseltoft am Piano – bohrt sich so tief unter die Haut, dass der Song noch lange nachwirkt. Warum nur bleibt der Rest nicht auf diesem Niveau? (peb)



Siehe auch:
Jan Bang
Arild Andersen
Bugge Wesseltoft



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