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Alle Rezensionen zu Ketil Bjørnstad
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Grace
(2001, Emarcy/Universal 013.622.2)

Als Autor von rund 20 Büchern – darunter Kriminalromane ebenso wie Künstler-Biografien – errang Bjørnstad literarisches Ansehen, und sein musikalisches Debüt gab er schon als Sechsjähriger mit Bartóks Piano-Konzerten. Doch dann entdeckte Ketil Bjørnstad den Jazz und schuf auf seinen Solo-Alben intime Klangpoesie.

Mit »GRACE« folgt ein Pop(!)-Album, zum Zuhören und bedingungslosen Eintauchen. Der norwegische Grenzgänger verwebt dort kunstvolle Jazz- und Folklore-Elemente zum stimmigen, feingesitig kultivierten Hörvergnügen. Die Gesangsparts übernahm der an Jan Garbarek erinnernde Saxofonist und Sänger Bendik Hofseth, meist jedoch die von Bel Canto bekannte Anneli Drecker. Der Rest der Truppe besteht aus Kontrabass-Altmeister Arild Andersen, Session-Gitarrist Eivind Aarset und Trommel-Tausendsassa Trilok Gurtu. Eine Platte zum Immer-wieder-hören, denn Björnstads – für einen Jazzer ungewöhnlich – vollmundige Melodiebögen schwingen sich einfach wunderbar auf und nieder. (peb)



Siehe auch:
Anneli Drecker
Eivind Aarset
Ketil Bjørnstad, Anneli Drecker & Lars Saabye Christensen
Ketil Bjørnstad & Terje Rypdal


Zum Artikel über Ketil Bjørnstad

Ketil Bjørnstad: Grace

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ketilbjoernstad.com

   

Seafarer's Song
(2004, Emarcy/Universal 06024-9865777)

Schon seit Alben wie »THE SEA« oder »WATER STORIES« ist der Pianist fasziniert vom Meer, das sich als Motiv bei ihm fast wie ein roter Faden durch sein Werk zieht. Während man ihn vor allem als stillen und reduziert agierenden Jazzmann kennt, unternehm er mit seinem Meisterwerk »GRACE« eine überraschende Hinwendung zum Pop.

»SEAFARER'S SONG« steht ebenfalls in dieser Tradition, fährt jedoch mit teils veränderter Mannschaft zur See: Gitarrist Eivind Aarset und Trompeter Nils Petter Molvaer breiten gewohnt hochwertige Soli aus, doch statt der großartigen Anneli Drecker holte er die mit Raureif überzogene Stimme von Kristin Asbjørnsen ins Boot. Ihr rockig-kratziger Gesang mag das raue Meer Nordnorwegens stimmig widerspiegeln, zu den weichen Melodiebögen Bjørnstads passt er jedoch nicht so gut vollkommen wie die Kollegin von Bel Canto. (peb)



Siehe auch:
Klassik-CDs von Ketil Bjørnstad
Jazz-CDs von Ketil Bjørnstad
Kristin Asbjørnsen
Nils Petter Molvær

   

The Nest
(2003, Emarcy/Universal 004400671532)

Wieder bringt Bjørnstad antike Lyrik mit schmeichelnden Songs zum Schweben: Diesmal griff er auf Gedichte des Amerikaners Hart Crane (1899–1932) zurück. Und wieder griff er auf bewährte Musiker wie Bel-Canto-Sängerin Anneli Drecker und Gitarren-Wizard Eivind Aarset zurück. Im Team außerdem, meist jedoch im Hintergrund: Kjetil Bjerkestrand an Synthesizern und Nora Taksdal als Violinistin.

»THE NEST« braucht zum Hören ebenso viel Ruhe wie die sie ausstrahlende Musik. Ein stiller einsamer Wintertag, die zweite Hälfte der Nacht – hier können sich diese langsamen und behutsamen, doch bis auf wenige Ausnahmen gänzlich unkitschigen Songs entfalten. Das Album besitzt im Vergleich zu »GRACE« weniger Song- und mehr Soundtrack-Charakter; oft wiederholt der Pianist jedoch auch nur melodische Floskeln jenes Albums, ohne dessen Faszination zu erreichen. (peb)



Siehe auch:
Eivind Aarset
Kjetil Bjerkestrand
Bel Canto

   

The Shadow
(1990, Kirkelig Kulturverksted FXCD93)

Das tendenziell ruhig angelegte, auf Gedichten von John Donne basierende Album »THE SHADOW« präsentiert einen ganzen Reigen abwechslungsreicher Melodien. Diese muten manchmal etwas süßlich an, doch Jazz- und Rockelemente, Pop-Balladen- und Klassikeinflüsse durchbrechen immer wieder die fast meditative Stimmung, instrumentiert von Gitarrist Frode Alnæs, Bassist Arild Andersen, Drummer Jon Christensen und Violinist Lars Anders Tomter.

Frappierend in jedem Falle wirkt das Stück »The Paradox«, das im Einleitungsthema an Mezzoforts »Garden Party« erinnert. Wenn es denn so etwas wie einen roten Faden gibt, dann sind es die wiederkehrenden Passagen mit dem Gesang von Randi Stene und die einprägsamen Klavierfigurationen. Leider nicht durchweg überzeugend. (ano)



Siehe auch:
Frode Alnæs & Arild Andersen
Mezzoforte



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