Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Zilverzurf
(Genre »Beats«, Land »Schweden«)

 

Howling Dogs & Lost Souls
(2010, Poets Club Records/Intergroove PCR051)

Friedlich mit einem Glas Vinho Verde in der Abenddämmerung sitzen und aufs Meer und oder die grünen Hügel schauen. Den perfekten Soundtrack dazu bildet die sehnsüchtig-beschwingte Weltmusik von Johan Zachrisson, der mit »HOWLING DOGS & LOST SOULS« unter seinem Künstlernamen Zilverzurf agiert und bereits sein sechstes Soloalbum vorlegt. Nach jahrzehntelangem Nomandenleben ist der Bandmusiker und Filmkomponist im portugiesischen Städtchen Estorninhos entspannt in der Verlangsamung angekommen. Hunde bellen, Frösche quaken, Grillen zirpen. Darüber erheben sich zehn entschleunigte Instrumentalstücke voller melancholischer Momentaufnahmen, vorwitziger Tanzschritte und zurückhaltend-chilligen Ambient-Anklängen. In der Summe klingt das erfrischend unmittelbar und souverän handgemacht: Reggae, afrikanische Klänge und ein gutes Gran portugiesische Traurigkeit wehen herüber. Dazu lässt sich wunderbar den eigenen Gedanken nachhängen.

Zum elften Song »Céu Sem Fin« tritt eine gute Fee in Person von Zachrissons Tochter Lykke Li durch die Tür, deren Album »YOUTH NOVELS« vor zwei Jahren einigen Eindruck an der Schnittkante zwischen Pop und eigenwilligem Mädchengesang hinterlassen hat. Hier nimmt sich die Tochter ganz zurück, keine Effekte, keine elektronischen Klangspielereien. Einfach ihre Stimme. Und die ist dank ihrer selbstbewussten Schrulligkeit von einer hinreißenden Präsenz. Möge sich diese sanfte Dämmerung noch Stunden hinziehen. (emv)



Siehe auch:
Lykke Li

 Zilverzurf: Howling Dogs & Lost Souls

   

West-Eastern Impressions
(2006, Lola's World/Soulfood)

One World. One Sound. Johan Zacharisson ist der Musikreisende unter all den schwedischen Reggae-Künstlern und bereits mehr als dreißig Jahre umtriebig unterwegs. Kaum der nordischen Heimat fern, trifft blüht seine Seele auf. Dann wird es mehrklängig statt eintönig. Um den gefälligen Reggae-Sounds multikulturellen Drall zu verpassen, hat er diverse Künstler aus allen Ecken und Enden der Welt eingeladen, die ihre kulturellen Sprach- und Klangspezifika in die Sounds des Stockholmers verflechten.

Kein Song kommt ohne Featuring aus, es ist ein großes Get-Together: Papa Dee aus Ghana, Simone Moreno aus Brasilien, K-Reem Chakeer und Menad Bouchami aus Algerien, Desmond Foster aus Jamaika, die Band Mare Nostrum aus Portugal, Musiker aus New Delhi und Sammy Kasule aus Uganda. Vielfältigkeit wird auch musikalisch gewahrt, denn der klassische Dub und Reggae wird mit Rai, Gnawa, HipHop, Cumbia und Rock aufgespalten. One World. Viel Sound. (maw)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel