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Alle Rezensionen zu Al DeLoner
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

The Mess Age Is Joy
(2004, Glitterhouse/Playground ALCD01)

Zweifelt noch jemand daran, wer die Musik von Midnight Choir entscheidend definiert hat? Er möge Al DeLoners Solo-Debüt hören, das nach seinen eigenen Worten nie zur Veröffentlichung geplant war. Nur Skizzen sollten sie sein; lediglich zur Demonstration, wie die Songs klingen sollten: »Da, wo ich jetzt "ba-ba-ba-pa" singe, soll dann ein Englischhorn rein, eine Trompete, naja, halt etwas Orchestrierung«, erklärte er der Plattenfirma. Doch diese überzeugte den Singer/Songwriter, dass sein Album genau so und nicht anders zu erscheinen habe: ein Mann mit seinen Instrumenten – Gitarre, Mundharmonika, Melodica, ein paar billige Keyboards –, unspektakulär selbst aufgenommen in seinem Heim-Studio.

Sicher hat Al DeLoner nicht diese samtig schmeichelden Stimme von Paal Flaata, sondern ist mit einer eher ungelenken, näselnden Stimme »gestraft«. Doch seine Songs und seine reduzierten Arrangements, wo ein Äther-Rauschen oder eine verhallte Melodica alle Einsamkeit der Welt auszudrücken verstehen, sind die Essenz dessen, was die Musik von Midnight Choir immer ausgemacht hat: Weltschmerz, Enttäuschung, Nachtgedanken, gegossen in bewusst schlichte Songs von berückender Schönheit. (peb)



Siehe auch:
Midnight Choir

Al DeLoner: The Mess Age Is Joy

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/aldeloner

   

Flora In The Darkroom
(2006, Glitterhouse/Playground ALCD02)

Allein war's ihm dann doch zu langeilig. Zwar bewegt sich Al DeLoner noch immer im Feld von melancholischem »Kammer-Rock«, lässt sich nun aber von einer vierköpfigen Band und diversen Gästen begleiten, wie Joseph Parsons, Adam Sky und dem im März 2006 verstorbenen Nikki Sudden – dem er dann auch diese Platte widmet.

Insgesamt regiert ein räudig-rockender Ton, doch auch schwemrütige Träumereien kommen wieder zu ihrem Recht. Trotz abermals überzeugender Songs und den von Midnight Choir altbekannten Gänsehaut-Zutaten (Mundharmonika, Melodica, Radio-Rauschen) berührt »FLORA IN THE DARKROOM« nicht so tief wie der Vorgänger; das hemdsärmelig Raue liegt ihm scheint's weniger. Doch wenn man ein Freund von Chris Eckman (Walkabouts) ist, kann man nicht versagen: Ein feines Album – nicht nur wegen des ausgefallenen Digipacks und Gerd Mackensens Bilder im Booklet – ist diese CD trotzdem geworden. (peb)



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