Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Lindstrøm
(Genre »Beats«, Land »Norwegen«)

 

Where You Go I Go Too
(2008, Smalltown Supersound STSCD153)

Der Weltraum-Boom infolge der Mondlandung der Apollo 11 durchdrang alle popkulturellen Schichten: Oberbekleidung (Moonboots, schimmernde Silber-Outfits), Raumfahrer-Prosa, Alien-Filme. Selbstredend durfte der Klang zum Ereignis nicht fehlen, der eine Ahnung von Raumtiefe und Unendlichkeit versprühte. Cosmic Disco verband schillernde Beats mit analogen Sounds zu einem ganz eigenen Erlebnis wärmender Klänge.

Was damals als futuristisch galt, wirkt heutzutage bisweilen befremdlich: Bunt, harmlos, teils brutal romantisch. Hans Peter Lindstrøm liebt jedoch eben jenen Blick in den pophistorischen Spiegel. In Verzahnung mit Italo Disco, jener Abart sphärischer Flächen und simpel gehaltener Beats der 80er, entstehen auf seinem Debütalbum drei Tracks (zwischen zehn und dreißig Minuten) mit höchst figurativem Popappeal. Eine Mischung der Schwebe, die so stimmig ist, dass dieser instrumentale Trip in die Nische bestens funktioniert – und sogar inzwischen zum Trademark-Sound der Osloer Elektroszene geworden ist. Der schlängelnde Discoteppich wird dabei nuancenreich variiert, ohne in Beliebigkeit abzudriften. Von Minute zu Minute schleifen sich neue Instrumente und Klangschichten ins Ohr, ohne dass diese subtilen Veränderungen erzwungen oder auffällig wirken. Ein Konzept, eher Sound als Song, dass sich ebenso sehnsüchtelnd wie nostalgisierend im eigenen Gefallen suhlt. (maw)

 Lindstrøm: Where You Go I Go Too

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.feedelity.com

   

It's A Feedelity Affair
(2006, Feedelity 600116842626)

Eigentlich ist das Debütalbum von Hans-Peter Lindstrøm nur Stückwerk. Zusammengetragen aus 12-Inches und anderen Veröffentlichungen seines eigenen Labels. Trotzdem wirkt hier alles wie aus einem Guss, wie ein digital gefedertes Sprungbrett in die Welt des Osloer Künstlers, der sich vor allem durch zahlreiche Remixe schnell weltweit einen exzellenten Ruf machte.

Seine meist sehr epischen Instrumentaltracks bedienen dabei zugleich Vergangenheit und Zukunft und sind doch fest geerdet. Überhaupt vereint Lindstrøm scheinbar Unvereinbares. Reduktion ohne Minimalismus. Oder melodisch zu sein, ohne anbiedernd zu wirken. Tanzbar zu sein, aber gar nicht so beatlastig, wie es sein könnte. So erschließen die zehn Songs ihre ganz eigene elektronische Welt. Mal funky, mal dreckig, mal Italo-Groove, Cosmic-House oder Dancefloor. Nicht immer gänzlich fordernd, aber niemals belanglos, gar langweilig. Elektronische Weisheiten für Club und Kopfhörer. (maw)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel