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Alle Rezensionen zu Troll
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Neo-Satanic Supremacy
(2010, Napalm NPR 313)

…»Alt For Satan«. Bei diesem Liedertitel kann ich nur grinsen, ebenso wie über den Namen des Albums – und ich hoffe die Band auch. »NEO-SATANIC SUPREMACY« ist, welch Überraschung, eine Black Metal-Scheibe. Geschmiedet hat sie die norwegische (Kult)Kapelle Troll um Frontmann Nagash (The Kovenant, Ex-Dimmu Borgir). Diese ist nun tatsächlich eine vollwertige Band – mal sehen wie lange noch. Nagash, Bassist Vold und Schlagzeuger Ygg rekrutierten Keyboarder Exilis plus Gitarrist Tlaloc. So gestärkt machen sich die fünf Nordmannen auf, dem Frühgeist Trolls zu huldigen, atmosphärischen, unverfälschten Black Metal zu zelebrieren wie auf der »TROLLSTOM OVER NIDINGJUV«-EP (1995) oder dem Debüt »DREP DE KRISTNE« (1996).

Ein paar kurze melodische Takte und Troll stürzen mit »Til Helvete Med Alt« zurück in die frühen Neunziger. Ja, genau SO muss Keyboard-Black Metal klingen: Höllische Blastbeats, unheilschwangere Keyboardklänge, alles zersägende Gitarren und dämonischer, am besten norwegischer Gesang; nur vier der zehn satansgeschwängerten Texte faucht Nagash auf Englisch ins Mikro. Das Quintett hält seine Hörer bis zum finalen »Age Of Satan« im finstersten Höllenschlund gefangen – und garantiert Schwarzmetallfans so einen gelungenen, misanthropischen, pechschwarzen Start ins Neue Jahr. (nat)



Siehe auch:
Dimmu Borgir
The Kovenant (Ex-Covenant)

 Troll: Neo-Satanic Supremacy

   

Universal
(2001, Head Not Found HNF-052CD)

Um ganze sechs Minuten steigern sich Troll gegenüber »THE LAST PREDATORS«, allerdings verbrauchen Intro und Outro allein neun. Übrig bleiben sieben Songs zwischen Black Metal wie »President Besters Alimony« und Industrial-Angehauchtem, etwa »Entering The Fluid Oxygen«.

Die Norweger verwenden nun häufiger Keyboardmelodien, der Fronter produziert vereinzelt klare Gesangspassagen zwischen seinem schwarzmetallenen Kreischen. Eingängig, aber belanglos mit vielen Zitaten von The Kovenant (Ex-Covenant) fehlt »UNIVERSAL« die rechte Überzeugungskraft. Wer es stimmungsvoller, schlagkräftiger mag, sollte bei The Kovenant bleiben. (nat)

   

The Last Predators
(2000, Head Not Found HNF035-CD)

Nachdem Nagash bei Dimmu Borgir ausstieg und anscheinend mit The Kovenant (Ex-Covenant) nicht ganz ausgelastet ist, widmet er sich mal wieder seinem Troll-Projekt. Auf dem Zweitling nach »DREP DE KRISTNE« versuchen die Norweger – Thrash-Anleihen sei Dank – einen neuen Geschwindigkeitsrekord im Black Metal-Sektor aufzustellen. In einer halben Stunde feuern sie elf Songs ab. Die Gitarren speien abgedrehte Riffs und groteske Melodien, Fronter S.M. Twice röchelt, grunzt, quäkt, flüstert.

Mit ihren bestialischen, schizophrenen Ausbrüchen könnte die Truppe problemlos diverse Horrorfilme mit Titelsongs ausstaffieren – vorausgesetzt, in diesen sterben die Leute schnell. Verdammt schnell. Quasi im gleichen Takt wie ihn der unbeschreiblich dahinrasende Schlagzeuger vorgibt. »THE LAST PREDATORS« klingt völlig übergeschnappt und trifft sicherlich den Geschmack der wenigsten. So krank, so aggressiv, so Troll. (nat)



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