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Alle Rezensionen zu Frida Hyvönen
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

To The Soul
(2013, Snowhite/Rough Trade)

Die Frau am Klavier will alles sein: Singer-Songwriterin, Balladensängerin, Schlager-Mädel, Chansonnière, Kabarettistin und Melodrama-Queen. Frida Hyvönen gelingt dieses Kunststück auf ihrem dritten Album »To The Soul« mit Leichtigkeit. Vielleicht deshalb, weil es der Sängerin mit der tragenden hellen Stimme nicht um eitle Selbstinszenierung geht, sondern um die Erkundung fragiler Emotionen. Mit Hilfe unterschiedlicher musikalischer Mittel! Die Schwedin mit finnischen Wurzeln setzt etwa beim heimlichen Album-Höhepunkt »Terribly Dark« auf wavigen Synthie-Pop. Beim epischen »In Every Crowd« dominiert die orchestrale Inszenierung. Und der heftige Abschiedsschmerz von »Saying Goodbye« könnte in jedem anspruchsvollen Broadway-Musical für verstärkten Tränenfluss sorgen.

Frida Hyvönen hat sich Zeit gelassen mit dem Drittling. Ist von Nordschweden
nach Paris gezogen. Und aus der Stadt des Lichts mit Songs der großen
Geste zurückgekommen, die gleichwohl nichts mit Anbiederung an heile
Popwelten zu tun haben. Aufgenommen wurde das Album übrigens im neuen
Stockholmer Studio von Ober-Abba Benny Andersson. Ein gewisses Geheimnis weiß die Chanteuse schlau zu bewahren. Zu ihren Inspirationsquellen zählt sie solch unterschiedliche Künstlerinnen wie Patti Smith, Nina Simone und Joni Mitchell. Passt genau!
(emv)

Frida Hyvönen: To The Soul

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.fridahyvonen.com

   

Silence Is Wild
(2008, Secretly Canadian/Cargo SC184)

Sie wäre ganz sicherlich auch eine fantastische Autorin geworden, wenn man ihren cleveren Zeilen Beachtung schenkt, die hier zwischen großen Gesten und salbungsvollem Pathos immer eine wichtige Rolle spielen. Glasklar und durchdringend, messerscharf gewetzt wie der Einsatz der Instrumente (Piano, Geigen), der sich meist auf wenig Utensilien beschränkt und der hellen Stimme der blondgetünchten Schwedin umso mehr Raum für ihren Ausdruck überlässt.

Aber auch der aufbrausende Bandsound unterstreicht exzellent ihre Stimmgewalt, die zwar nie perfekt gerät, aber durchdringend ehrlich. Die Hingabe, mit der sich Frida daran macht, Erinnerungen, Sehnsüchte und Schmerz noch einmal im Studio nachzufühlen, ist bemerkenswert erschütternd. Sich darauf einzulassen bedeutet, eine songwriterisch starke und gnadenlos direkte Platte sich zu Eigen machen. Und alleine für dieses Angebot sollte man dieser Schwedin unendlich dankbar sein. (maw)

   

Until Death Comes
(2006, Secretly Canadian SC144CD)

Zu dokumentieren, was sie seit jeher in ihrem Herzen durch die Welt schleppt, setzt sich Frida an ihr Piano. Sich bei den Tönen niederlassen und loslassen. Was dabei herausquillt, sind stimmakrobatisch verzierte Melodien auf einer sanft surrenden Grundstimmung. Ein Tasteninstrument, was simple Akkordfolgen ausbreitet, was Raum in den Kompositionen öffnet, den ihre präsente und klare Stimme füllen kann. So entstehen zehn ausgeglichene Songs im Tenor einer sehr zugänglichen Songwriter-Tradition.

Kaum aber scheint ein Lied das Licht der Welt erblickt zu haben, drückt das nächste hinterher und verlangt eine Steigerung des musikalischen und textlichen Ausdrucks. Und hinterlässt nebenbei zwinkernd tiefe Risse in sämtlichen Zuversichtstheorien. »Do you like the sound of steel on steel? I can make it with my heart!« heißt es in »Come Another Night« – dem einzigen weitergehend ausstaffierten Song ihres Debüts. Zurückhaltend, aber dennoch nicht mit Expressivität und Emotionalität geizend, erfüllt »UNTIL DEATH COMES« somit alle Ansprüche zwischen Kunst und Unterhaltung. (maw)



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