Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Twice A Man
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Clouds
(2008, Strange Ways/Indigo 90555.2)

Es ist so eine Sache mit den Tüftlern. Diese Detailverliebtheit, dieses emsige Feilen an den Versatzstückchen. Wunderbare Sache, dieses liebevolle Kleinkleinkämerei. Entscheidend für das Funktionieren des Endproduktes ist es, dass der Blick aufs große Ganze nicht verlorengeht. Und hier scheitern die drei Herrn von Twice A Man grandios. Verzetteln sich in elektronischen Frickeleien, drehen elaborierte musikalische Pirouetten – und vernachlässigen dabei den Aufbau von Spannungsbögen, von überzeugenden Inhalten.

»CLOUDS« klingt sehr kunstfertig, aber gleichzeitig sehr seelenlos. Da hilft es wenig weiter, dass das Trio alles auf die Esoterik-Karte setzt und sich in mystischen, nebelverhangene Klangwelten mit Worldmusic-Accessoires und elegischen Frauenstimmen verliert. Lebenshilfe dieser Art findet sich auch in der »Bäckerblume«. Tüftlern hört man nur dann gerne zu, wenn sie etwas sehr Aufregendes zu berichten haben. Ansonsten langweilen sie ungemein mit ihren endlosen Wiederholungen. (emv)

 Twice A Man: Clouds

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.twiceaman.com/

   

Presence
(2015, Yellow Ltd)

Wer einen kitsch- und klischeetriefenden Soundtrack für einen mittelmäßigen Hollywood-Katastrophenfilm sucht, wird bei »PRESENCE« sein Glück finden, dem ersten Album der schwedischen Synthiepopsters Twice A Man nach fünfjähriger kreativer Schaffenspause. Was haben wir sie vermisst, diese betont theatralischen Gesten in Cinemascope! Wie konnten wir es nur ein halbes Jahrzehnt ohne diese bedeutungsschweren Weisheiten für Esoteric-Dummies aushalten! Und wie haben bloß unser tristes Leben gefristet, bis uns dieses Album endlich Reaktionen auf die verrückten Probleme in diesen apokalyptischen Zeiten gibt (Zitat Pressetext).

Wohlwollend sucht man auf diesem Album einen Track, bei dem man sich nicht für die Künstler fremdschämen muss. Vergeblich. Von »A Time Of Terror bis »High In The Clouds ist »PRESENCE« ein klebriger Gefühlsbrei voller falscher Emotionen auf Lore-Roman-Niveau. Walle walle Weltuntergang. Man wendet sich mit Grausen. (emv)

   

Icicles
(2010, AD Inexplorata 866052)

Hier haben wir nun Album Numero 16 der Synthiepopper Twice A Man – nein, ich schlage mich nicht darum, die auf unserer Seite fehlenden 13 Stück zu besprechen. Denn so abwechslungsreich, spannend oder gar außergewöhnlich ist der Elektrokosmos der Zweimannschau nicht.

Die zehn Tracks auf »ICICLES« füllen weder Tanzflächen wie Apoptygma Berzerk, noch lassen sie den zurückgelehnten Hörer in andere Sphären driften wie Star Of Ash (»Ihriel« alias Heidi Solberg Tveitan). Die 53 Minuten bieten durchaus tanzbare Momente oder einige nette Details, aber wie einst Kollegin Eva-Maria fehlt auch mir der rote Faden, sowie herausragende Momente. Fazit: Es gibt Schlechteres in diesem überfüllten Genre – aber auch Besseres. (nat)



Siehe auch:
Apoptygma Berzerk
Star Of Ash

   

Agricultural Beauty
(2003, Strange Ways/Indigo 50176-2)

Schon immer widmeten sich die Alben der schwedischen Elektro-Pop-Band ganz einem Thema, seien es Andrej Tarkovskijs Filme, die Algenverschmutzung im Meer oder – wie beim jüngsten Opus – die indische Kultur.

Kein Wunder: Dan Söderqvist reiste in den letzten Jahren durch Indien, heiratete eine indische Dichterin und sammelte mit Karl Gasleben dort zahlreiche Samples. Die verarbeitete er auf dem aktuellen Album – eine im fernöstlichen Geist schwingende, allerdings nur bedingt beschwingende Synthiepop-Platte, bei der Söderqvists Frau einen Teil der Text schrieb. Wen wundert es da, dass mit George Harrisons »Within You Without You« eine Coverversion auftaucht, die die Beatles nach einer Indienreise aufnahmen? (peb)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel