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Alle Rezensionen zu ZetaBoo
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

ZetaBoo
(1997, Texicalli Records TEXCD 004)

Wunderbar! Es gibt CDs, die einen von der ersten Sekunde packen und nie, nie wieder los lassen, die einem im Ohr bleiben und im Gedächtnis herumschwirren, auch wenn man sie mal 3 oder 4 Jahre nicht hört – der Erstling von Zeta Boo ist genau eine dieser wenigen Werke.

Fast eine finnische All Star-Band: Gitarrist Jarmo Saari frickelt nebenbei auch noch an Tasten und Sequencer, Pekka Lehti und Marko Timonen erweisen sich wie auch bei Värttinä als ungemein groovendes Rhythmusduo und machen aus einfachen Beats polyrhythmische Abenteuer, dazu die grandiose Anna-Mari Kähärä, die sowohl mit Akkordeon wie mit Stimme (nicht Gesang, sondern Stimme!) strahlt. Musikalisch kreist die Musik (hauptsächlich aus der Feder Saaris) um Folk, Jazz, Pop – und ist aber nichts von alledem, sondern eine ganz eigene Melange, als hätten Zeta Boo den Milchkaffee neu erfunden. Feine Soli, ein traumhafter Flow, ein heiterer Optimismus strömt aus dieser Musik, die bei aller Raffinesse auch Melodielinien (»Bo-Ta-Zee!«) hervorzaubert, die man nie wieder vergisst. Wunderbar! (tjk)



Siehe auch:
Pekka Lehti
Värttinä
How Many Sisters
Pekka Kuusisto

 ZetaBoo: ZetaBoo

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/zetaboo

   

Outer Rail
(2006, Aito/Just Records Babelsberg AICD009)

Mika Kaurismäki ist nicht als einziger finnischer Künstler von Brasilien fasziniert; auch Jarmo Saari ließ sich durch Aufenthalte in Brasilien und auf Kuba zu einer Art musikalischem Reisetagebuch inspirieren: manchmal seltsam, meistens schön, und durchweg gut. Sehr behutsam gehen Zeta Boo hier vor, fast ausschließlich akustisch, mit ein paar elektronischen Spielereien und viel Percussion.

Unterschwellige Grooves treffen auf zarte Melodien; Saaris Gitarre schmeichelt um Anna-Mari Kähäräs nach wie vor zauberhafte Stimme, und ihr Akkordeon bildet mit Latino-Rhythmen einen feinen Kontrast. Keine billige Anbiederung an Salsa oder Samba: Zeta Boo bleiben erkennbar und rauschen auf feinen Melodien elegant um alle Klischees herum, die einem bei der Kombination Finnland-Brasilien in den Sinn kommen. Eines sei erlaubt: diese CD hören, vom brasilianischen Urwald träumen und dabei ein finnisches Bier trinken ... (tjk)

   

MediZine
(2000, Aito AICD 002)

Schon der geniale Vorgänger war musikalisch schwer zu greifen, und hier legen Zeta Boo noch einen drauf: Sie streifen alle Stile dieser Welt, kreisen um Brasil (»Gekko II«), swingen manchmal (»$ $ $...«), klingen folkig oder alles zusammen und hypnotisch und statisch und dynamisch und vertrackt und improvisiert, wie im fast 12-minütigen »Mantra«.

Zwischendrin ein paar kleine Gimmicks von Jarmo Saari (»Nervoosi«), aber plötzlich tauchen wie aus dem Nichts wunderschöne Melodien auf; meistens ist dann Anna-Mari Kähäräs Akkordeon oder Stimme im Spiel. Gäste diesmal sind Mongo Aaltonen (perc, fast überall) und David Wilczewski, der ein ekstatisches Tenor Sax-Solo auf »Hiisi« bläst. Unglaublich gut, diese Band. Ewig schade, dass sie kein Mensch kennt. (tjk)



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