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Alle Rezensionen zu Kelpie
(Genre »Folk«, Land »Grenzgänger«)

 

Danse Mi Vise
(2019, Westpark WP 87389)

Als »…derzeit wohl faszinierenste Verbindung aus keltischer und skandinavischer Folklore …» lobte seinerzeit das Magazin Nordis das seit gefühlten Ewigkeiten aktive Duo von Kerstin Blodig, der in Berlin lebenden Deutsch-Norwegerin und dem Schotten Ian Melrose. Beide spielen Gitarre, wobei Melrose als einer der führenden Fingerpicker gilt, und Blodig als begnadete Sängerin. »DANSE MI VISE« ist ihre sechste CD als Duo – und nach dem Weihnachtsalbum »SCHNEETREIBEN« kommen Kelpie nun mit einem Sommeralbum. Dass diese CD im November veröffentlicht wird, folgt einer nicht gänzlich nachvollziehbaren Logik – aber was soll’s, Hauptsache die Musik ist gut!

Aber »DANSE MI VISE« (Dt.: Tanz meine Weise) ist nun nicht wirklich ein Jahrhundertwerk. Über weite Strecken plätschert die CD fast unauffällig dahin, auch die Fingerpicking-Virtuosität kommt eher selten zum Vorschein. Kelpie mischen eigene Stücke mit Traditionals und ein paar ausgesuchten Covers, von Horslips etwa oder »Born At The Right Time« von Paul Simon – das ist einer der besten Songs, aber damit kann man auch kaum danebengreifen. Die verschiedenen Saiten des Gefühlsspektrums wollen Kelpie hier zeigen, von »fröhlich übersprudelnd bis melancholisch mit allen Schattierungen dazwischen« – das klappt nur ansatzweise. Nach der ganz guten Version des abgetakelten Gershwin-Schlachtross »Summertime« ist man gar nicht so unglücklich, dass die CD vorbei ist. Kelpie wirkt ziemlich aus der Zeit gefallen – wie eine Klang gewordene Wollstrumpfhose mit Batik-Rock darüber. (tjk)



Siehe auch:
Kerstin Blodig

 Kelpie: Danse Mi Vise

Offizielle Website

Offizielle Website      https://kelpie.band

   

Schneetreiben
(2017, Westpark/Indigo)

Die tradionellen deutschen Weihnachtslieder können auch ganz anders klingen, wenn Kelpie die altvertrauten Klänge neu interpretieren: Mit nordischer Zurückhaltung nämlich! Kelpie, das Duo aus Kerstin Blodig und Flötist Ian Melrose, bieten auf »SCHNEETREIBEN« einen besinnlichen Soundtrack für die Advents- und Weihnachtszeit, auch wenn der erste Schnee partout noch nicht fallen will. Es ist vor allem die helle Stimme von Kerstin Blodig, die hier in dunklen Nächten ein Licht im winterlich Dunkel entzündet.

Fast möchte man den Atem anhalten, wenn Kelpie den Klassiker »Still, still, still« wie ein norwegisches Wiegenlied interpretieren. Neben den altvertrauten deutschen Weihnachtsliedern wie »Es ist ein Ros entsprungen« und »Mach hoch, die Tür« finden sich auf »SCHNEETREIBEN« auch speziell für das Album geschriebene Winterlieder, die mit einfühlsamen Gitarrenspiel und inniger stimmlicher Interpretation punkten. Und keine Angst, fröhliche Vorfreude aufs Fest darf auch aufkommen, wenn das Duo mit Bouzouki, Whistle, der keltischen Bodhrán und der norwegischen Weidenflöte Seljefløyte einen wunderbaren Soundtrack zum Plätzchenbacken liefern. Dass Kelpie auch eine gänzlich unkitschige Version von »Stille Nacht« im Repertoire haben, das ist wie das 25. Türchen am Adventskalender. (emv)

Video-Link

   

Live!
(2010, Westpark/Indigo 87187)

»Celtic-Scandinavian World-Music in Concert« – das ist ein gutes Stichwort auf dem Infozettel der Plattenfirma. Mit Ian Melrose als brillantem Fingerpicking-Gitarrist sowie Flötenbläser mit schottisch-keltischem Background auf der einen Seite, mit Kerstin Blodig, der halbnorwegischen Sängerin und Gitarristin aus Berlin auf der anderen Seite hat sich gewissermaßen ein Folk-Dreamteam gefunden, das seit 1997 demonstriert, wie viel Gemeinsamkeiten es doch in der skandinavischen und der keltischen Folklore gibt. Brillante Instrumentalisten sind Beide – während Kerstin Blodig sich eher an Michael Hedges erinnert, hört man bei Melrose den Einfluss von John Renbourn und Stefan Grossman.

Im Team schaffen sie eine beeindruckende gitarristische Klangfülle, wo die Stimmen dann nur noch das Tüpfelchen auf dem i sind: die eher unspektakuläre von Ian ergänzt sich da recht gut mit der hellen und klaren Stimme von Kerstin. Nach zwei Studio-Alben folgt also ein Live-Mitschnitt, und der zeigt, dass ein Konzert-Besuch wirklich lohnt: Das Duo punktet mit großer Dynamik und einer dramaturgisch klugen Setliste – so kann der Funke zum Publikum überspringen. Auch der Klang fiel für eine Live-Aufnahme überraschend klar und transparent aus. (peb)



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