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Alle Rezensionen zu Erlend Øye
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Legao
(2015, Bubbles)

Erlend Øye ist ein kleiner Schelm. Da führt uns der Ober-Nerd aus Bergen mit derzeitigem Wohnsitz in Sizilien scheinbar in ein südlich flirrendes La-La-Land. In dem aus allen Boxen leichtfüßiger Reggae-Pop klingt! Und dann geht esin »LEGAO« inhaltlich um all die grausamen Probleme des modernen Beziehungslebens. Dabei ist doch hinlänglich bekannt, dass Eifersucht die größte Spaßbremse ist! »Fence Me In ist so ein feiner Track, in dem uns Erlend Øye die bittere Medizin mit tropischem Schoko-Rum-Aroma serviert.

Der Msnn miit der übedimesionierten Schlaumeie-Brille hat keinerlei Lust, das erdenschwere Erwachsenendasein zu akzeptieren. Wo bleibt denn das lächelnde Savoir-Vivre? Lieber zelebriert Øye eine fröhliche Mélange aus Pop, Reggae, Folk, Clubmucke, 60er-Filmmusik, Tiefenentspannung und augenzwinkernder Naivität. Und viel, viel Zärtlichkeit! Unterstützt von seinen bestens aufgelegten Mitstreietern, die er auf seiner Bildungsreise in Ländern von Italien bis Island am Wegesrand getroffen und einfach mitgenommen hat. Allein die reduzierten Bläser-Einsätze von Mitgliedern des isländischen Reggae-Kollektivs Hjálmar rechtfertigen den Kauf des Albums! (emv)



Siehe auch:
Kings Of Convenience
Hjálmar
The Whitest Boy Alive

Erlend Øye: Legao

   

DJ Kicks
(2004, K7 161CD)

Man hat es kommen sehen. Schon auf »UNREST« stellte Erlend Øye seine Affinität zur elektronischen Musik unter Beweis. Nun also darf er für die anerkannte »DJ Kicks«-Reihe seine Lieblingssongs zusammenmixen. Mit Phoenix, Cornelius oder The Rapture finden sich hier viele internationale Künstler, aber auch Proben des eigenen Schaffens lassen sich in neuen Versionen (grandios: Minnizas »Winning A Battle, Losing The War«) wiederentdecken.

Den besonderen Reiz machen aber die neun extra eingesungenen A Capella-Stücke aus. Krude Eigenkompositionen werden nebst verfremdeten Hits wie »Venus«, »Always On My Mind« oder »There Is A Light That Never Goes Out« (zu Röyksopps »Poor Leno«!) gekonnt in instrumentale Remixe integriert. Und wenn Erlend dann noch den nächsten Track mit seiner emphatischen Stimme ankündigt, in dem er den Refrain über den laufenden Song anstimmt, ist klar: Diese Kompilation ist ein absolut geschmackvoller und aufregender DJ Mix! (maw)

   

Unrest
(2003, Labels Germany/Virgin 7243.813321.1)

Erlend Øye ist hip. So hip, dass er in Berlin die Nachwehen der Love-Parade durchlebt, jede Menge elektronisches Analog-Equipment verwendet und sogar das Szene-Magazin »Spex« derzeit den gebürtigen Bergenser abfeiert. Zu Unre(s)cht?

Vor zwei Jahren ließ Øye mit den Kings Of Convience noch hochkarätige Folk-Streicheleinheiten vom Stapel und fand dabei sogar in der Dance-Szene Anklang. Dadurch geriet er immer tiefer in den Sog von Downtempo-Clubsounds, was nun dieses zwiespältige Album erklärt: Die zehn Songs auf »UNREST« entstanden in zehn Städten mit zehn Produzenten und sind dennoch alle geprägt von Øyes liebenswertem, aber eher ödem Spagat zwischen technoider Elektronik und sanfter Melodie-Verliebtheit. (peb)



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