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Alle Rezensionen zu The Embassy
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Tacking
(2007, Service/Alive SERV024)

Diese Rezeptur köchelt bei kleiner Hitze auf dem Herd und schlägt ab und zu Blasen. Nett, sehr nett. Dass im gepflegten Elektropop nicht unbedingt die Leidenschaften explodieren, geht klar. »TACKING«, die zweite Veröffentlichung des schwedischen Duos The Embassy, setzt genau auf diese ach so hippe, croonig-abgehobene, designstudentenhafte, hochnäsige Coolness mit blubbernden Beats, tweepoppigen Gitarrenläufen, Vocodermätzchen und extrem gelangweilten Vocals. Das ist nett, aber viel zu gefällig. Irgendwie fehlt etwas. Auf Marketing-Deutsch nennt man das den Unique Selling Point (USP). Das, was ein Produkt von anderen unterscheidet. Sucht man den USP, stehen die beiden Botschafter plötzlich wie der Kaiser ohne Kleider da. Denn wo eigene Kreativität zu finden sein müsste, klafft eine einzige Leerstelle.

Die Pet Shop Boys in ihrem dandyhaften Weltschmerz oder die Gitarrenverliebheit der Field Mice tauchen als überlebensgroße Referenzgrößen im musikalischen Kosmos der beiden Stockholmer auf. Und diese angesagten Retro-Sixties-Keyboards im Easy-Listening-Gewand. Aber so richtig hängen bleibt keiner der Songs, dazu sind sie zu harmlos und zu selbstverliebt. Das Endprodukt ist allenfalls halbgar. (emv)

The Embassy: Tacking

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.theembassy.info

   

Life In The Trenches
(2011, Service/Broken Silence)

Mit The Embassy verhält es sich so wie mit Windhunden: Sie sind so überzüchtet, dass sie der Perfektion ziemlich nahekommen. Das Duo aus Göteborg bewohnt eine Welt, in der das Make-up nie verläuft, in der die coole Eleganz gehobenen Schönmenschentums im Handstreich die Weltherrschaft ergriffen hat und in der die Stimmung im angesagtesten Club der Stadt mühelos die Balance zwischen Versprechen und Wirklichkeit hält. Das Duo aus Fredrik Lindson und Thorbjörn Håkansson liefert auf »LIFE IN THE TRENCHES« eine Art Werkschau aus zehn Jahren kreativer Schaffenszeit mit einem Fokus auf Tracks, die bislang noch nicht auf Alben erschienen sind.

Keine Frage, die beiden sind manische Tüfler mit einem schier unerschöpflichen Fundus an vertrackt-verspielten Strukturen und fein verschlungenen Melodien. Ihr ureigentliches Zuhause liegt im hedonistischen britischen Synthiepop, mit feinen Ausflügen in Richtung Retro-60ies-Schick und leicht goutierbarem Elektronik-Schick. Man spielt mit tribalen Meldodien und sanften weiblichen Stöhn-Samples, die viel verheißen, aber noch wenig einlösen. Schweiß fließt hier keiner. Pickel sind per Dekret verboten. Woran, bitte, soll man sich in dieser Hochglanzwelt reiben? (emv)



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