Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Vintersorg
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Till Fjälls
(1998, Napalm/SPV NPR 056)

Andreas Hedlund aka Vintersorg (Borknagar, Waterclime), der Kopf der Folk Metal-Band Otyg debütiert mit dem ersten Longplayers seines neuen Projekts. Nordischer als »TILL FJÄLLS« kann ein Album kaum sein: Der Schwede verknüpft Black / Viking Metal mit folkloristischen Elementen samt Texten über nordische Mythen und Riten in seiner Muttersprache. Schöne Melodien, perfekt produziert, dazu schmettert ein höchst variabler Vintersorg pathetische Schlachtgesänge ebenso überzeugend wie er Black Metal-Passagen keift.

Das Debüt klirrt frostig, es huldigt in »För Kung Och Fosterland« Edvard Griegs »In der Halle des Bergkönigs«; das Titellied berauscht mit seinen hymnischen Chören, luftigem Klavier, Klargesang und absolutem Ohrwurmcharakter. Weitere Höhepunkte des majestätischen, leidenschaftlichen Werkes: Das durch Cia Hedmarks (Otyg) Sopran vergoldete »Isjungfrun« sowie das reine Klavier/Gesangs-Stück »Hednad I Ulvermånens Tecken«. Wen Storm oder Isengard begeistern, sollte Meister Vintersorg beide Ohren leihen. (nat)



Siehe auch:
Waterclime
Borknagar
Storm

 Vintersorg: Till Fjälls

   

Jordpuls
(2011, Napalm NPR 367)

Trotz diverser Projekte wie Borknagar, Cronian oder Waterclime schafft es Vintersorg, alias Andreas Hedlund, gelegentlich ein neues Album zu veröffentlichen. »JORDPULS« (deutsch »Erdpuls«) bietet eine Art musikalische Zusammenfassung der vorgehenden drei Alben, von »VISIONS FROM THE SPIRAL GENERATOR« (2002) bis »SOLENS RÖTTER« (2007).

Das progressive »VISIONS …« vermischen Hedlund, Gitarrist Matthias Marklund samt dreier externer Mitstreiter mit dem folkigen »SOLENS RÖTTER«, einer ordentlichen Dosis Black Metal, schwedischen Texten und sporadischen Schunkelrhythmen. Das Paradestück, das all diese Elemente sowie diverse Geschwindigkeits- und Rhythmuswechsel vereint, ist »Klippor Och Skär«. Mein Favorit ist allerdings »Mörk Nebulosa«, der als waschechter, frostiger Schwarzmetaller beginnt, unterbrochen durch klare Gesangspassagen, die sofort ins Gehör gehen – und in der nächsten Sekunde zu keifendem Gekrächze umschlagen.

Eine Scheibe für Liebhaber anspruchsvollen, progressiven – und nicht sofort zugänglichen – Black Metals. (nat)



Siehe auch:
Borknagar
Cronian
Waterclime

   

The Focusing Blur
(2004, Napalm/SPV NPR 137)

Die »VISIONS FROM THE SPIRAL GENERATOR«-Mannschaft spielt auch den Nachfolger ein. Dieser zieht den Hörer in einen immer schneller rotierenden Strudel aus Melodie und Folk, Black Metal-Kreischen und Akustikgitarren, dissonante Melodien und durchgeknallten Keyboards, Breaks und Blastbeats. Hedlund hat kein Problem damit, all dies in einen einzigen Song zu knallen, man höre nur »The Essence«.

»THE FOCUSING BLUR« sind fast 55 Minuten Klangverwirrung für starke Nerven, definitiv Nichts zum nebenbei hören. Dementsprechend werden es Fans schräger Verwirrung lieben – und die Anhänger der ersten Alben verdammen. Die Wahrheit – und damit die Bewertung – liegt irgendwo dazwischen. (nat)

   

Visions From The Spiral Generator
(2002, Napalm/SPV NPR 107)

...und hier kommt die Fortsetzung: Noch experimentierfreudiger, noch progressiver fliegen Vintersorg durch den Kosmos. Zur Einstimmung ertönt ein philosophisches Zitat des britischen Wissenschaftlers James Clerk Maxwell – passend zu den Texten der neun Songs auf »VISIONS FROM THE SPIRAL GENERATOR«. Schwedisch (»Vem Styr Symmetrin«) und englisch (»A Metaphysical Drama«) abwechselnd behandeln sie mathematische oder philosophische Themen, eingebettet in komplexen, technischen Metal.

Für das anspruchsvolle Schlagzeugspiel verstärkte sich das Duo dieses Mal mit Asgeir Mickelson (Borknagar), die präzisen Basslinien stammen von Steve DiGiorgio (Testament, Death, Sadus). Eine Scheibe für Detailverliebte – die immer noch vorhandene morbide Black Metal-Parts nicht schrecken. (nat)

   

Cosmic Genesis
(2000, Napalm/SPV NPR 085)

Von Skandinavien ins Weltall: Fernab heidnischer Naturlyrik wendet sich Vintersorg nun textlich dem Kosmos zu, betritt die Welt von Galileo, Kepler und Kopernikus. Er kehrt sich ab von schwedischen Texten und Frauengesang, verwendet zu englischem Gesang progressive Elemente.

Als Flugbegleiter ins unerforschte Universum wählt er seinen langjährigen Otyg-Mitschreiter/Gitarristen Mattias Marklund – plus Studio-Keyboarder »Vidvandre«. Christer Pederson. Auf »COSMIC GENESIS« fliegt Black Metal-Materie (Kreischgesang, Blastbeats, fiese Metalriffs) in progressiven Synth-Sphären. Wer ein irdisch-überirdisches Album sucht, der hefte sich an die Spuren des neuen Duos Vintersorg. Fortsetzung folgt…
(nat)

   

Ödemarkens Son
(1999, Napalm/SPV NPR 072)

»ÖDEMARKENS SON« ist eine erneute Huldigung Vintersorgs an »Mother North« (übrigens ein geiler Satyricon-Song), an die Nordische Mutter Natur. Das zweite Album greift Motive von »TILL FJÄLLS« auf. Noch einmal flattert Gesangsfee Cia Hedmark herbei, haucht das Duett »Svältvinter«. Im anschließenden »Under Norrskenets Fallande Ljusspel« feuert der Maestro ein paar fulminante Riffs in die Saiten, die so manchen Black Metaler vor Neid ergrünen lässt.

Feine Akustikgitarren, abgestimmtes Klavier, markanter Gesang, metallische Riffs multiplizieren sich zu mystisch-schönen Lobgesängen. Vintersorg schnürt ein Paket voll nordischer Schroffheit, geballter Kraft – und feenhafter Epik.
(nat)



Siehe auch:
Satyricon



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel