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Alle Rezensionen zu Daddy Giljoteen
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Holy Mail Express
(2008, Samsara Records/Edel 0193732ERE)

Hypothetische Frage: Kann uns erdig-traditioneller Bluesrock doch tatsächlich lächeln lassen? Durchaus! Können die endlos abgegrasten Wiesen des Genres noch einige unentdeckte Fleckchen frischen Grünzeugs offerieren? Eher nicht! Dies ist genau der Zwiespalt, in dem sich das grundsympathische Trio auf seinem zweiten Album »HOLY MAIL EXPRESS« bewegt. Mit der landestypischen finnischen Bescheidenheit übrigens. Solides Handwerk, neugierige Offenheit für das Überschreiten von Genregrenzen in Richtung Jazz und Country. Aber immer schön im Rahmen bleibend.

Ehrlicher Männerschweiß. Tätige Hingabe. Virtuose Beherrschung der Instrumente. Unbändige Spielfreude. Verzicht auf eitle Egotrips. Daddy Giljoteen sind hingebungsvolle, experimentierfreudige Gutmenschen. Wer das langweilig findet und nur den neuesten Trends hinterher hechelt, hat Grundsätzliches nicht verstanden. Allerdings müssen sich die Finnen auch sagen lassen, dass sie sich hauptsächlich in ausgebaggerten Fahrrinnen bewegen. Sei's drum. In diesem Fall ist es nicht das Verkehrteste, altmodische Werte hochzuhalten. (emv)

 Daddy Giljoteen: Holy Mail Express

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.daddygiljoteen.com

   

Once They Call Me A Prodigy
(2007, Nordic Notes/Broken Silence NN009)

Wir hatten den Blues ja immer schon in den finnischen Wäldern vermutet. Klischeehaft natürlich getüncht in halbjährlich dunkelste Finsternis. Um da die Kälte aus den gefrosteten Knochen zu bekommen, scheint Fingerakrobatik auf der Westerngitarre ein probates Mittel zu sein. Der Zeitgeist hat sich auch schon lange nicht mehr blicken lassen, und so gerät das Debütalbum der drei Finnen zu einer in der amerikanischen Rootsrock-Tradition verhafteten Rastlosigkeit. Redliche Handarbeit mit rostigem Charme.

Männliche Attribute geben die Richtung vor: rau, herb, hemmungslos, respektfrei, verachtungsvoll, trinkfest, aber auch gewitzt und spielfreudig. Schnellere Nummern wie der mit Rockabilly-Anleihen gespickte Opener werden durch akustisch vorgetragene Balladen ergänzt. Man ist erstaunt über die Leidenschaft und doch wirken die zehn Song beizeiten abgehalftert und etwas altbacken. Es ist eben die tiefgründige Ehrlichkeit, der hier nachgeforscht wird. (maw)



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