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Alle Rezensionen zu Ola Bäckström, Johan Hedin, Jonas Knutsson
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Triptyk
(1998, Atrium/Warner 3984-22197-2)

Dass der Saxophonist Jonas Knutsson einer der besten Interpreten wie Erneuerer des schwedischen Folks ist – gebongt. Denn wohl kaum einer verfügt einerseits über so viel Wissen über das Liedgut, das noch in den hintersten Winkeln und Wipfeln seines Landes verborgen ist; andererseits sind seine Ohren weit offen für Einflüsse des Jazz und der zeitgenössischen Musik. Im vorliegenden Falle hat er sich die Unterstützung von Ola Bäckström an der Fiedel und Johan Hedin (Bazar Blå) an der Nyckelharpha geholt und mit ihnen einen Schwung diverser Folksongs bearbeitet: vom einst ehrfürchtigen Psalm über die Zweisamkeits-förderliche Polka bis zum vormals ausgelassenen kollektiven Tanzbodenstück.

Dabei geht es wie zu erwarten nicht um Reproduktion oder gar schnöde Anbiederei. Sehr schön zersägt und zerfiedelt und zerquetscht das Trio allzu hübsch angelegte Weisen und gibt ihnen einen zuweilen hellen, fast schrillen Unterton, dass die Boxen schon mal klirren können. So wie die drei die molligen Passagen noch einmal extra nachdunkeln. Und am Ende hat man einer Produktion gelauscht, die gleichermaßen nach Waldboden wie nach Straßenpflaster riecht und schmeckt. Einziges Minuspünktchen: Manchmal hört man bei Kuntssons Saxophonspiel dann doch den Einfluss des damaligen Übervaters Jan Gabarek heraus. (frk)



Siehe auch:
Bazar Blå
Jonas Knutsson

Ola Bäckström: Triptyk



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