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Alle Rezensionen zu Rubik
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Bad Conscience Patrol
(2007, Fullsteam Records FS-062)

Es ist alles da. Rubik haben das Potenzial, allseits geliebte Indie-Hymnen zu schreiben. Es muss sich nur noch herumsprechen, dass auf dem Debütalbum des Quartetts aus Helsinki zwei, drei erstaunlich große Songs enthalten sind, die einem tagelang nicht aus dem Kopf gehen. Wie »A Hard Try«, der mit seiner Mischung aus Psychedelik und Wave ein Instant-Klassiker ist. Den man vermisst hat, ohne es vorher zu wissen.

Wie schaffen es diese vier Musiker, die vom Äußerlichen her nichts für eine Zukunft als Rockhelden prädestiniert, dass »BAD CONSCIENCE PATROL« aufhorchen und für die Zukunft hoffen lässt? Mit einer Mischung aus Prog und Pathos, einer Prise Glam und sogar Vaudeville-Einsprengseln. Diese Melange könnte im Ergebnis gruselig klingen, wenn die Ingredenzien nicht so klug dosiert wären, dass die Balance perfekt gehalten wird und das Ergenbnis differenziert und eigenständig klingt. Was in heutigen Tagen keine geringe Leistung ist. Hier stimmen die Arrangements auf den Punkt – von der hohen, eigensinnigen, wandlungsfähigen Stimme Arturri Tairas bis zu den sensiblen Keyboards von Samuli Pöyhönen, die uns wie das Freud'sche Unheimliche den Boden unter unseren Füßen wegziehen. Wow. (emv)

 Rubik: Bad Conscience Patrol

   

Solar
(2011, Fullsteam Records FS185)

»SOLAR« beginnt mit einem kurzen Bläserintro, dessen Melodie seltsam vertraut wirkt; wieso erklärt der Titel: »Through The Haze Of Our National Anthems«. Und schon ziehen Rubik den Hörer in ihre wunderbare Klangwelt aus exzellentem Synthiepop (»Laws Of Gravity«) und stampfendem Beinahrock (»Sun's Eyes«).

Die Stärke des Quartetts liegt darin Stimmungen zu erzeugen. Wohldurchdacht setzt es Akustikgitarre, Flöte, Perkussion sowie diverse Bläser ein, schafft in Liedern wie »Not A Hero« eine geradezu mystische Atmosphäre. Artturi Taira singt äußerst einfühlsam, beherrscht jede Tonlage vor allem die höheren. Das Album ist vielseitig, glasklar produziert, klever instrumentiert und seine Texte lassen sehr viel Interpretationsspielraum. Ein Muss für Freunde anspruchsvollen, intelligenten Indiepops. (nat)

   

Dada Bandits
(2009, Fullsteam Records FS130)

Die Protagonisten des Dada oder Dadaismus entdeckten den Zufall als schöpferisches Prinzip. Sie zerstückelten Texte, Wörter, Bilder und führte sie in neuen, verblüffenden Anordnungen wieder zusammen. Rubik schaffen ebenfalls Collagen: Klangcollagen. Aus Elementen und Instrumenten die auf den ersten Blick scheinbar nicht zusammenpassen, kreieren die finnischen »DADA BANDITS« Gesamtkunstwerke von bestechender Logik.

Das Quartett (live auch gerne ein Sextett) um den Sänger/Gitarristen/Keyboarder Artturi Taira ist eine höchst erstaunliche, höchst eigenwillige – und höchst erfreuliche Angelegenheit. Eine Band die Popmelodien erfolgreich mit Posaune oder Klarinette niederbläst, die laute Gitarren durch zerbrechlichen Melodien erstickt – oder umgekehrt. Eine Band die hingebungsvoll, mit staunenden Kinderaugen/-ohren durch die Klanglandschaft tänzelt, auf den Lippen ein fröhliches: »Ich mach mir die Musikwelt, wie sie mir gefällt«. (nat)



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