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Alle Rezensionen zu No Shame
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Ironing Day
(2010, Rookie Records RR 084)

Englisches Lied mit finnischem Refrain: »Parempi kännissä ku osa niiden koneen« (»Better Drunk Than Part Of The Machine«) ist der bestmögliche Einstieg für die neue No Shame-Scheibe. Die Punkrocker knallen hier eine 1A-Hymne mit extremem Pogo-Charakter raus. Nachdem ich das Vergnügen hatte, die unermüdlichen Abum-Veröffentlicher und Klein(st)-clubtourer zweimal live zu erleben kann ich nur sagen: »IRONING DAY« ist verdammt nah an einer Liveshow in Sachen Kraft und Spielfreude.

Das fünfte Werk der Finnen ist wohl das bis dato abwechslungsreichste, angesiedelt zwischen Punkrock und Hardcore, garniert mit einem Hauch Finnenpop. Wütende, häufig mehrstimmig intonierte Gesellschaftskritik prallt auf gelungene, clever arrangierte Melodien samt fetter Grooves. Die zwölf Songs reihen selbstverständlich Melancholie (»Light Of My Life«) an wahnwitziges Tempo (»Tenderized«). Hut ab – No Shame, Finnland: 12 points! Und nun drückt den Repeat-Knopf, und singt mit den vier sympathischen Finnen aus Salo im Chor: »Parempi kännissä ku osa niiden koneen«! (nat)



Siehe auch:
Cigarette Crossfire

 No Shame: Ironing Day

   

The Last Drop
(2014, Fullsteam Records FS241CD)

Vier Jahre nach »IRONING DAY« rocken No Shame endlich wieder ordentlich los. Was sich im englischen Lied mit finnischem Refrain damals bereits andeutete, findet hier nun seien logische Fortsetzung: Die finnischen Punks schlagen uns auf ihrem lang erwarteten sechsten Studioalbum wechselweise englische und finnische Texten um die Ohren.

»People Are So Selfish« ist ein gut gewählter Einstieg in »THE LAST DROP«, mit seiner Mitsing-Steilvorlage im Refrain und ordentlich Groove, für den erstmals der neue Schlagzeuger Jussi Kenttämaa (u.a. I Walk The Line) sorgt. Mein Favorit ist allerdings »Elotonta lihaa« (»Totes Fleisch«), das mächtig Drive hat. Im Kontrast dazu stehen die etwas melancholisch angehauchten Stücke wie »Viimeinen Kesä« (»Letzter Sommer«). Ein cooler 31-Minüter, dessen energetische Punkrockstücke gut nach vorne gehen und mitreißen - doch den Vorgänger kann er nicht überbieten. Bleibt nur noch die Frage: No Shame, was wollt ihr uns mit dem Covermotiv sagen? (nat)



Siehe auch:
I Walk The Line

   

White Of Hope Turning Black
(2006, Fullsteam Records FS048)

No Shame sind eine der beliebtesten Punkbands in der finnischen Heimat. Eine, die 1996 beseelt von Social Distortion in Salo (Südwestfinnland) entstand und seit damals ihren Streetpunk unter die Leute bringt. Eine, die ein düsteres Bild der westlichen Gesellschaft zeichnet – so auch auf ihrem vierten Album »WHITE OF HOPE – TURNING BLACK«. Was widerfuhr dem Quartett nur in der Schweiz und inspirierte sie in zu Textpassagen wie »Driving through Switzerland (...) forces of darkness were there«?

Nachvollziehbarer reiben sie in »Boredomline« den einstigen Revoluzzern ihren Wandel zu Spießbürgern unter die Nase, welche einst voller »spirit and enthusiam« demonstrierten, doch jetzt nur noch »families, mortgages, ikea-catalogues« kennen. Allen finnischen Düsterklischees zum Trotz blitzt zuweilen dennoch ein Hoffnungsschimmer in ihren Liedern auf; die vier Jungs setzen nicht auf Verweigerung sondern auf Tatkraft – auch musikalisch: Sie schreien dreistimmig in die Mikros, peitschen energiegeladen ihre Instrumente, reißen mit. Das Fullsteam-Label hat scheinbar ein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Bands, siehe No Shame, Lapko, Rubik oder Disco Ensemble. (nat)



Siehe auch:
Lapko
Rubik
Disco Ensemble

   

Rebound For Glory
(2003, Fullsteam Records FS005)

Gleich im Doppelpack erscheint die dritte Studio-Scheibe der Finnenpunks: »REBOUND FOR GLORY« Teil I und II bringen es so auf eine knapp einstündige Gesamtlänge. Das Quartett lässt sich auch hier als fette Party- und Stimmungsband feiern.

Dieses Mal haben No Shame waschechte Rock'n'Roll-Gitarren samt Jerry Lee Lewis-Tastenakrobatik im Gepäck wie in »Numb« – der Song geht richtig ab, wie einst die Hellacopters oder alten Backyard Babies. Mal streuen die Rocker eine Prise Hardcore dazwischen, mal halten sie fast balladesk inne, mal streifen sie die Rolling Stones; sorgen mit Akustikgitarren oder Ska-Rhythmen für weitere Variationen. Ja, mit diesem Album ist No Shame erneut eines der besseren Werke in diesem Genre gelungen. (nat)



Siehe auch:
Hellacopters
Backyard Babies

   

Schpunk
(2001, Straightedge SERCD-0020)

Zur Eröffnung ihres zweiten Studioalbums »SCHPUNK« schmettern die Finnen aus voller Kehle die fröhliche Singmit-Punkhymne »Happiness«. Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Punk-Kapellen können No Shame mitreißende Abgeh-Songs schreiben UND spielen/singen.

Statt stumpf durch die meist zwei bis drei Minuten langen Stücke zu brettern, variieren sie beständig Geschwindigkeit und Stimmung. Das satt groovende »Helpless« versteckt sich ebenso in den 13 Liedern wie »Love«, das zart mit Akustikgitarre plus fast schüchternem Gesang beginnt, jäh gewaltig davon galoppiert, wieder melancholisch inne hält und schließlich zum Endspurt durchstartet. Eine Empfehlung für Freunde melodischen, einfallsreichen Punkrocks. (nat)

   

Greed is God
(1999, Straightedge/Warner 3984-27587-2)

Mit »GREED IS GOD« debütieren No Shame, lässt man die »HOPE«-EP beiseite. Die angeblich vom Social Distortion-Meisterwerk »WHITE LIGHT, WHITE HEAT, WHITE TRASH« zur Bandgründung inspirierten Finnen um Sampsa Sarparanta rotzen einen kurzweiligen 34-Minüter aus den Boxen: Viel arschtretender Punkrock mit einem Hauch Melancholie und (gesellschafts)kritischen Texten.

Bereits hier zeigen sich die typischen Trademarks No Shames: Trotz limitierter Akkordzahl bringt der Vierer durch Tempowechsel / Breaks Abwechslung in die Songs, die allesamt sehr melodisch sind, häufig mit mehrstimmigem Gesang Esa Salokoski / Schpex Virtanen sei Dank. Ach ja: Mitsingen, tanzen, pogen und saufen kann man dazu trotzdem. (nat)



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