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Alle Rezensionen zu Metsatöll
(Genre »Metal«, Land »Grenzgänger«)

 

Curse Upon Iron
(2 CDs, 2007, Westpark/Indigo 87144)

Metsatöll und der Nationalmännerchor Estlands kooperieren: »RAUA NEEDMINE«, so der Originaltitel des Meisterstücks, wurde im Juni 2006 live mitgeschnitten; das Ergebnis füllt eine CD plus DVD. Legt eine der Silberscheiben ein, reist in die Zeit der Schamanengesänge, lauscht den Reimen aus dem Kalavalo, lasst euch fesseln von der urzeitlichen Kraft des Runen-Gesangs.

Metsatöll verbinden seit Ende der Neunziger epischen Metal mit altertümlicher, estnischer Volksmusik. Runen-Gesänge unterstreicht das Quartett mit massiven Gitarrenriffs; die traditionellen Melodien instrumentiert Lauri Ounapuu einige Male mit estnischem Dudelsack, Pfeife oder siebensaitiger Kannel – eine Verwandte der finnischen Kantele. Für das von Veljo Tormis komponierte »CURSE UPON IRON« fahren die Folk Metaler schwerere Geschütze auf: Aus 54 Kehlen feuert der Nationalmännerchor Estlands gewaltige Hymnen. Der »Eesti Rahvusmeeskoor«, übrigens zurzeit der einzige »Vollzeit-Berufs-Männerchor« der Welt, steigert den Auftritt beim Maailmaküla-Festival zum packenden Spektakel. Notabene: Die Lieder erschallen allesamt in der Landessprache, doch kann der Hörer die englischen Übersetzungen im Booklet nachlesen. Oder sich in das Making-Of auf DVD vertiefen. (nat)

 Metsatöll: Curse Upon Iron

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.metsatoll.ee/

   

Karjajuht
(2014, Spinefarm SPINE76-2582)

»KARJAJUHT« ist das nunmehr siebte Album der estnischen Folk Metaller Metsatöll, auf dem sie einen prominenten Gast am Mikro haben: Jonne Järvelä, Gitarrist, Sänger und Komponist bei den finnischen Genrekollegen Korpiklaani – mit denen die Esten im vergangenen Jahr fleißig tourten. Ansonsten ist bei den Wölfen (=»Metsatöll«) alles beim Alten: Rasante, teils traditionelle Melodien von wieselflinken Instrumentalisten, exzessiver Einsatz von Dudelsack, Flöten, Kannel, Maultrommel und Akustikgitarren sowie oft mehrstimmige Gesänge.

Der Vierer singt nach wie vor in seiner Landessprache, so hat »Must Hunt« nichts mit Jagd zu tun, sondern heißt schlicht »schwarzer Wolf«. Sehr schön finde ich persönlich den Titel »Öö« – für mich der universelle Death Metal-Laut – der sich in Punkte Geschwindigkeit hinter keiner Death-Kapelle verstecken muss. Dieses Album ist eines der besseren im Folk Metal-Sektor; Genrefreunde sollten auf jeden Fall rein hören. (nat)



Siehe auch:
Korpiklaani



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