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Alle Rezensionen zu Abramis Brama
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Live!
(2007, Transubstans/Record Heaven Trans024)

Da fliegen die langen Haare, und die Blumenhemden blähen sich. Da fließt der Schweiß gleich hektoliterweise. Da kann sich ein Gitarrensolo so richtig altmodisch eine kleine Ewigkeit hinziehen. Der aufmerksame Hörer wird auf eindrucksvolle Weise daran erinnert, dass der Blues der Nährboden ist, auf dem die Rockmusik in alle Richtungen wuchern konnte. Leidenschaft und Rhythmus sind alles. Für feinsinnige Gemüter und Arcade-Fire-Fans ist dieser rauhe Seventies-Rock nichts. Das auf schwedisch singende Quintett, das in den zehn Jahren seines Bestehens fast ein Dutzend Alben eingespielt hat, ist eine fantastische Live-Band, wie diese aktuelle Aufnahme zeigt. Hallohallo, wer im Publikum nicht Hüften und Hände schwingt, hat im Grunde nichts kapiert.

Dass die Fünf gerne Richtung Progressive Rock blicken, zeigt sich in ihrer Vorliebe für das epische Ausdehnen der Songs und den leichten Hang zum Pathos. Aber mit intellektuell verbrämten Kiffergeschwurbel haben diese Herren nichts am Hut. Sänger Uffe ist ein Rock'n'Roll Animal, und Rest der Truppe steht ihm da in nichts nach. Die Leistung des Teams muss stimmen, sagt unser Fußball-Bundestrainer immer. Da könnte er seinen Spielern im Mannschaftsnbus mal Abramis Brama vorspielen, damit die Armen nicht immer nur Xavier Naidoo hören müssen. (emv)

 Abramis Brama: Live!

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.abramisbrama.com

   

Smakar Söndag
(2009, Transubstans/Record Heaven Trans 046)

Während die Progrock-Szene in Schweden ungewöhnlich lebendig und vielfarbig ist, sieht es im Genre von Abramis Brama etwas anders. Seventies-Rock im Stile von Black Sabbath, Free, Molly Hatchet und Mountain, noch dazu mit schwedischen Texten, findet man im Land der Elche eher selten. Die inzwischen zum Quintett gewachsene Band aus dem südlichen Stockholm liefert mit »SMAKAR SÖNDAG« ihr viertes Album innerhalb des zehnjährigen Bestehens ab, das vor allem alle vollbärtigen und langhaarigen Alt-68er in ihre CD-Sammlung integrieren sollten.

Ulf Torkelsson leitet das Team stilecht heiserer Rock-Röhre, während Peo Andersson und Robert Johansson schwere Riffs schmieden und Bassist Dennis Berg sowie Trommler Trisse ein knalliges Fundament legen. Hier dürfen die Drums noch scheppern und poltern und der Bass knurrend wummern. Hier dürfen sich auch die Gitarren noch orgiastisch aufbäumen und lustvoll jaulen, wie sich das für muffige Konzerte in Jugendzentren, illuminiert von Stroboskop-Blitzen, gehört. Dank Gästen wie Sängerin Moa Holmsteen bei der akustischen Ballade »N.E.J.« und Jonas Kullhammar beim jazzigen Mittelteil des Titeltracks bleibt die Abwechslung nicht auf der Strecke. (peb)



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