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Alle Rezensionen zu Slaraffenland
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Private Cinema
(2007, Rumraket RUM008)

Diese fünf Dänen haben nichts im Sinn mit Klein-Klein. Ihnen geht es um den großen Wurf. Sie wollen irritieren, sie wollen herausfordern, sie wollen in kein gängiges Raster gepresst werden. Slaraffenland aus Kopenhagen zeigen jeglicher Anbiederung an den Massengeschmack selbstbewusst den Stinkefinger. Ihr Debütalbum »PRIVATE CINEMA« ist für Hörer harte Arbeit. Das ist gut so: Denn diese unangepasste Mischung aus Experimentalrock á la Radiohead oder Sonic Youth, gepaart mit der epischen Experimentierlust eines David Sylvian bricht zu kühnen Ausreißertouren in Richtung Free Jazz auf. Mit anarchisch-schrägen Bläsereinsätzen. Mit tribalen Trommeln. Mit seltsamsten Gruppendynamik-Vocals. Die bizarre Schönheit diese Albums fordert Ausdauer. Aber dann! Dann entdeckt man bei jedem Hören neue, überraschende Schlenker. Und plötzlich läuft die Scheibe den ganzen Tag, und beim drumbetonten »You Win« hoppst man wie ein Springteufel.

Das sind Songs, die man am besten im Zustand ziemlicher Übermüdung spätabends auf dem Heimweg über regennassen Straßen hört. Das sind Songs, die in ausgezehrte postindustrielle Landschaften passen. Das sind Songs mit großem Herzen und viel Mut. Das sind Songs, - und das ist das Allermerkwürdigste! – die bleiben. (emv)

 Slaraffenland: Private Cinema

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.slaraffenland.net

   

We're On Your Side
(2009, Honest Abe Records HT032)

Ihre Musik wirkt organisch. Sie rankt sich, verstrickt sich, atmet und blüht auf. Es ist das Menschliche der Stimme, das den musikalischen Unterbau aus vielfältigen Instrumenten konterkariert. Es treffen hier Welten aufeinander, es wird der Dialog gepflegt. Man sorgt sich und umarmt sich mit einer Herzlichkeit, wie sie andern orten längst schon nicht mehr gibt. Ein wenig später versteht man sich sogar wortlos.

Bloße Rhythmuspattern, dumpfe Blechbläser, ätherisches Gesäusel. Das ist irgendwie magisch und durchaus so komplex, dass man nebst dem ersten Staunen seine Hördurchgänge braucht, um Anhaltspunkte dieser traumwandlerisch sicheren Kommunikation zum »Mitreden« zu finden. Ist der Eingang in diese Zauberwelt aber erst einmal geglückt, erwartet einen pure Schönheit. Alles pulsiert, alles lebt. (maw)



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