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Alle Rezensionen zu Villebråd
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Ultrarapid
(2009, Transubstans Trans041)

Jetzt mal Hosen runter! Wo genau verläuft die Grenze zwischen Rock und Pop? Ääääähm. Äääähm. Es hat unbedingt etwas mit Leichtigkeit, Flüchtigkeit und schwebenden Zuständen zu tun, wenn es sich um Pop handelt. Es hat unbedingt etwas mit Verträumtheit und Verspieltheit zu tun, wenn es Pop ist. Nach dieser Definition haben Villebråd auf ihrer zweiten Veröffentlichung »ULTRARAPID« eindeutig Republikflucht begangen und sind aus dem hermetischen Reich des Progressive Rock über die grüne Grenzen auf die vieldeutigen, vielfarbigen Spielwiesen des experimentellen Spinnerpops gewechselt. Denn merke: Weird Pop kann, was den Aufbruch in unerforschte Regionen des Musikuniversums angeht, durchaus das Schwesterchen des langmähnigen Progrebellen sein kann.

Pop also! 13 tastende, tänzelnde Songs, teils instrumental eingespielt, teils mit schwedischen Texten. Der Hang zum Ausufern aus den progressiven Anfängen der Band ist als Unterströmung vorhanden, ebenso wie die Lust an der Nachdenklichkeit. Nur dass diese Nachdenklichkeit bei Villebråd nicht wie schwerer Lehm an den Stiefeln klebt. Sondern schön synthiedominiert sehnsüchtig klingt und das Herz auf angenehme Weise schwer macht. So wie es wirklich gute Popsongs tun sollen. Prog-Puristen werden sich grausend abwenden. Die blassen Jungs, die auf Parties immer in der Küche stehn, werden Villebråd gerne hören, wenn sie mal wieder alleine nach Hause gehn. (emv)



Siehe auch:
Anekdoten

 Villebråd: Ultrarapid

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.villebrad.com

   

Alla Är Här Utom Jag
(2006, Transubstans/Record Heaven Trans023)

Entspannt. So geht das Quartett um das Brüderpaar Påhl und Erik Sundström mit der Tatsache um, dass sie zwar beim Progressive-Label Record Heaven veröffentlichen, aber so gar nichts mit den räucherstäbchenvernebelten Gralshütern des Genres zu tun haben. Nein, hurra, es keimt Hoffung, dass in dieser hyperkonservativen Ecke der Rockmusik immer wieder Ansätze zur Neudefinition des Genres aufblühen. Villebråd kommen geradezu leichtfüßig daher, was an ihrer hörbaren Begeisterung für schwelgerisch-symphonische 80er-Wave Bands wie Tears For Fears oder Ultravox angeht. Zu solchen sehnsuchtsvollen, synthiedominierten Klanglandschaften würde selbst Midge Ure huldvoll nicken. Diese Vier aus Uppsala überraschen mit poppigen Einschlägen. Ähnliche Respektlosigkeit haben wir aus der Prog-Ecke zuletzt von Anekdoten gesehen.

Der Hang zum mäandernden Ausufern in ihren Songs verbindet Villebråd mit den Prog-Traditionalisten, ebenso wie ihre Liebe zum Pathetischen. Aber gottseidank ist in »ALLA ÄR HÄR UTOM JAG« immer ein Lächeln im Hintergrund zu spüren. Und ein neugieriger Blick ins Freie. Da könnten selbst überzeugte Emo-Jünger ihre Liebe zum Prog entdecken. (emv)



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