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Alle Rezensionen zu Pax Romana
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Trace Of Light
(2007, Silence Records SLC 026)

Ist es denn möglich, dass es eine neue Unterabteilung im weiten Universum des Progressive Rock zu entdecken gibt? Im Grenzland zur Synthieverliebtheit von Vangelis. Mit einem Hang zum Esoterik-Bombast von Pendragon und zum entspannten Laissez-Faire von Camel. Und, huch! – Anklängen an den softrockigen, formatradiokompatiblen Song mit eingängigen, aber allzu simplen Refrains? Das werden die in Ehren ergrauten Jungs von Pax Romana aus dem westfinnischen Hinterland nicht gerne hören. In den 70er Jahren, zu Hochzeiten des Art Rock, kam die Bands im Einheitslook ungepflegter Wallehaare bereits zusammen. Dreißig Jahre später treffen sich die Fünf als gestandene Familienväter wieder und finden, dass das Debütalbum überfällig ist.

Ach, sie wirken so sympathisch, diese Musiker aus der Prog-Provinz. Aber was hilft das? Ganz ohne Berechnung hängen sie auf »TRACE OF LIGHT« ihren Träumen von vorgestern nach und haben kaum neue Einsichten hinzugewonnen. Sparsame Cello- und Querflöteneinsätze weisen verdächtig in Richtung New-Age-Kitsch. Einfallslose Gitarrensoli bringen auch nicht weiter. Am schwersten erträglich ist jedoch die tiefe Pfannenauskratzer-Stimme von Matti Inkinen, die in ihrem hypernsthaften Pathos an die Schmerzgrenze geht. Da bleibt trotz mancher hoffnungsvoller Ansätze nur die schleunigste Flucht des Hörers vor dem ansteckenden Virus der musikalischen Belanglosigkeit. (emv)

 Pax Romana: Trace Of Light

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.kolumbus.fi/matti.p.inkinen

   

And The Dance Begins Again
(2010, Presence Records/Nordic Notes PRECD017)

Pax Romana haben es sich behaglich eingerichtet in ihrer Retro-Ecke. Wer möchte es den gestandenen Familienvätern ernstlich verdenken, dass sie auf ihre älteren Tage allzu großen Veränderungen skeptisch gegenüberstehen? Neumodischer Kram, bitte ohne uns! Das Quintett zieht auf seinem zweiten Album »AND THE DANCE BEGINS« die Vorhänge zwecks Aussperrung der Gegenwart fest zu und widmet sich mit gebührender Ernsthaftigkeit dem angebluesten, progressivem 70er-Rock. Die Referenz Richtung Mainstream fällt noch ausgeprägter aus als beim Erstling. »A Christmas Carol From Flanders« wird Weltkrieg Eins-Ballade als rauhes Weihnachtslied eingestreut.

Gebeutelt, aber nicht gebrochen geben sich die Mannen um Rauhbein-Sänger Matti Inkinen. Frauen sind wankelmütige Wesen und auch ansonsten schlägt das Schicksal mitleidlos zu. Einzig mögliche Reaktion: sich selbst treu bleiben, aufrecht bleiben. Das ist so ehrlich wie unspektakulär. Das ist so authentisch wie vorhersehbar. Und das ist leider so anregend wie lauwarmer Kräutertee. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. (emv)



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