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Alle Rezensionen zu Iskald
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Shades Of Misery
(2007, Indie Recordings/Plastic Head INDIE006CD)

Bitte ein kühles Schwarzes aus dem hohen Norden! Et voilà: Iskald. Die gerade mal 19jährigen Simon Larsen (Gitarre/Bass/Keyboard/Gesang) und Aage A Krekling (Schlagzeug/Gesang) servieren ein bemerkenswertes, stimmiges Debüt. Das eiskalte Black Metal-Getränk der Neulinge kommt ohne Zusatzstoffe landsmännischer Bands aus und zeigt trotz der jungen Jahre eine erstaunliche Reife. Nicht wild und derb, sondern durchdacht und konzentriert kredenzen die Norweger acht, teils muttersprachliche Songs plus Intro.

Keine Experimente mit Orchester oder Elektronik – stattdessen perlen schneidende Gitarren auf exakt dosierter Schlagzeugbasis; frostiger Kreischgesang schäumt empor. Überlegte Breaks bremsen das Knüppelgelage, Tempo- und Stimmungen wechseln. Genießt das extrem melodische, kristallklar produzierte »SHADES OF MISERY« in nordisch-kalter Atmosphäre! Fernab jeglichen Einheitsbreis ist es auch ohne absoluten Superhit ein tolles Album – das die beiden jungen Talente live verstärkt durch einen Gitarristen sowie Bassisten umsetzen. (nat)



Siehe auch:
Skaur

 Iskald: Shades Of Misery

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.iskald.net/

   

Nedom og Nord
(2014, Indie Recordings INDIE134CD)

… und wieder ließ uns das Duo aus Bodø fast drei Jahre auf ein neues Album warten. »NEDOM OG NORD« nennt sich Numero Vier, dessen erste Sekunden schon offenbaren: Unverkennbar Iskald. Wenngleich die Black Metaller immer noch frostige, nordische Klänge aus der Unterwelt zelebrieren, ist dennoch einiges anders.

Als erstes fällt der norwegische Titel ins Auge, als zweites die deutlich längere Dauer der Stücke: Gerade mal sechs packen Simon Larsen und Aage Krekling auf den 49-Minüter, davon die Hälfte Norwegisch gesungen. Die Kompositionen sind komplexer und epischer als zuvor, die Texte ein Tribut an Nordnorwegen. Zündeten auf dem Vorgänger »THE SUN I CARRIED ALONE« Lieder wie der Titeltrack, »Under A Black Moon« oder »These Dreams Divine« sofort, so entfalten diese hier erst gemächlich ihre atmosphärische Kraft, wie die Hymne »Iskald« oder das grandiose »The Silence«. Frischer, frostiger, nervenzerreißender Black Metal. (nat)

   

The Sun I Carried Alone
(2011, Indie Recordings INDIE044CD)

Iskald – das passt aktuell auch zu den Temperaturen in unseren »südlichen« Breiten. Den perfekten Soundtrack zu meterlangen Eiszapfen und zur fünf Zentimeter dicken Eisdecke auf der Straße liefert »THE SUN I CARRIED ALONE«: Nach einem kurzen, unterkühlten Intro schockfrostet das norwegische Duo Simon Larsen / Aage A(ndre) Krekling den Hörer mit acht klirrend kalten Black Metal-Stücken; einige zu meiner großen Freude mit norwegischen Texten.

Die Produktion passt wie die Faust aufs Auge, spielerisch gibt es nichts zu mäkeln, die Kompositionen sind trotz aller Härte ausgereift, voller Atmosphäre, Spannung und Variationen, eigentlich gäbe es an dem dritten Album nichts auszusetzen, wäre da nicht dieser eine Punkt: Wieso mussten wir (fast) drei darauf Jahre warten? (nat)



Siehe auch:
Sacramentum

   

Revelations Of Reckoning Day
(2008, Indie Recordings/Soulfood INDIE016CD)

Wer braucht schon ein Intro? Einmal kurz ins Mikro geröchelt und ab geht die Post. Simon Larsen und Aage A Krekling konnten sich gegenüber dem Debüt noch steigern. Unglaublich was das norwegische Duo auf seinem zweiten Album leistet! Noch ausgefeiltere Melodien und ein noch technisch versierteres Spiel vereinen sich mit einer messerscharfen, glasklaren Produktion zu einem eiskalten, atmosphärischen Black Metal-Geniestreich. »REVELATIONS OF RECKONING DAY« ist »SHADES OF MISERY« hoch zwei.

Perfektes einfallsreiches Schlagzeug. Perfekte Gitarrenriffs und-melodien. Perfekte Spannungskurven. Perfekter Instinkt für Breaks im Sägen- und Knüppelgeholze. Perfekte Balance zwischen episch-balladesk und gnadenlos-kaltblütig. Perfekte frostige Mikrokunst. Einfach perfekt. »REVELATIONS OF RECKONING DAY« klingt nach mehr als 20jähriger Songwriter-Erfahrung – nicht nach selbiger Anzahl in Lebensjahren – und sichert sich einen Platz in meinen Jahrescharts 2008. Im ober(st)en Bereich. (nat)



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