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Alle Rezensionen zu Beati Mortui
(Genre »Beats«, Land »Finnland«)

 

Let The Funeral Begin
(2010, Danse Macabre/Alive BMCD03)

Geisterbahnfahrt deluxe für die stilbewusste Gotik-Jugend. Erschaudern? Nichts da. Kaum dass sich die gepiercten Augenbrauen heben. Beati Mortui setzen auf ihrem zweiten Album »LET THE FUNERAL BEGIN« unter heftigstem Synthie-Einsatz auf die von Generationen schick-lebensmüder Nachtschattengewächse gepflegte Kunst der Nekrophilie mit definitivem Glam-Einschlag. Siedeln sich in den Düsterlanden zwischen Electro, Industrial und Neo-Sakralem an. Und eröffnen genau dort einen Club. L'Âme Immortelle lassen grüßen. Elegante Todessehnsucht allenthalben.

Keine Frage: Beati Mortui haben in schwarzen Kreisen beim Establishment gepunktet: Bruno Kramm von DAS ICH und andere Referenzgrößen mischen beim Zweitling der Vier aus Helsinki mit. Beati Mortui vergnügen sich mit allerlei Verzerreffekten. Sängerin Maria gibt die hochgeschnürte Latex-Domina mit hysterisch-hypnotischer Stimmgewalt. Letztlich klingen die Finnen sehr mainstreamig-poppig. Das auf 666 Exemplare limitierte Digipack bietet als Bonbon eine Bonus-CD mit Remixen aller elf Songs. Hier sind Bands wie Eisenfunk oder Centhron aktiv. Das ganze Melodrama-Gruselsüppchen, erneut aufgekocht, produziert dann deutliche Überfütterungseffekte. (emv)

 Beati Mortui: Let The Funeral Begin

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/beatimortui

   

Modus Operandi
(2007, Eigenverlag BMCD-001)

Hier kann man das Gruseln lernen. Allerdings auf eine gänzlich andere Weise, als es die vier Möchtegern-Todesengel aus Helsinki auf ihrer selbst produzierten Promo-EP »MODUS OPERANDI« beabsichtigen. Mit grotesk überzogenen Synthie-Einsätzen, allerlei Vocoder-Schnickschnack und lieblos per Gießkannenprinzip verteilten Elektro-Samples landet das um die Augen herum reichlich kajalbeschmierte Quartett ganz weit im Abseits kurz vor dem Abzweig zur Mottenkiste. Die Lateinkenntnisse reichen ungefähr so weit wie die dünnen Stimmchen der Lehrlings-Morticias Lilitha und Maria. Ähnliche Scherze mit Eso-Phantasy-Mittelalterwelten haben Enigma schon vor 20 Jahren gemacht. Die Haare sträuben sich.

Da nützt kein bedeutungsvolles Flüstern, kein laszives Hauchen und kein lange vor dem Spiegel geübter künstlicher Schmerzensschrei. Da nützen keine kunstvoll verquasten Songtitel wie »Gangraena« oder »Victims Are Not We All«. Und wer glaubt, mit knappen Lack- und Leder-Outfits einen Schuss schwüle Erotik zu seinen Gunsten auffahren zu müssen, hat eh schon verloren. Goth light. Iiiih. (emv)



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