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Alle Rezensionen zu The Elephants
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Take It
(2009, Tapete TR164)

Die Dinge sich langsam entwickeln lassen. Das braucht Geduld. Verstehen lernen, dass es im Pop diese leichte Grundtraurigkeit inmitten aller Leichtigkeit ist, die den Songs Flügel verleiht. Das braucht Vertrauen. Nicht zu viel wollen, nicht zu angestrengt dick auftragen, um eine Tiefe zu erreichen, die nie aufdringlich wirkt. Das braucht Selbstbewusstsein. Die Elephants haben auf ihrem zweiten Album »TAKE IT« genau darauf geachtet, als Musiker sie selbst zu sein. Was im klassischen Gitarrenpowerpop keine leichte Aufgabe ist. Das Quintett bezieht sich auf seiner aktuellen Veröffentlichung mit einer verspielten Experimentierlust, mit einer angedeutenden Düsternis inmitten aller Fröhlichkeit ganz bewusst auf das Erbe Brian Wilsons, des begabten-verschreckten Kindes.

»TAKE IT«« wurde irgendwo im Nirgendwo im dänischen Wald aufgenommen. So klingt das Album auch: flüchtig, sich hinter Bäumen verbergend, immer einen Schritt voraus im Dickicht der Zitate. Swingende Keyboards, betrunkene Ukulelen, herzinnig-ironische Backing Vocals. Auf zurückgenommene Weise opulent und trotzdem wieder trotzig allein. Den Tod von Rasmus Nybo, des Bassisten des ersten Albums, den galt es für die Band hier zu verarbeiten. Mit aller Verwirrung, mit allen Fragen, mit allem Beharrren auf das Positive. Leichtigkeit, Tiefe, intelligente Ernsthaftigkeit, großäugiges Suchen, das ist es, was bleibt von den Elephants. Die Band hat sich im November 2009 aufgelöst. Wer das Album mit offenem Herzen hört, weiß, dass dies ein Grund zur Traurigkeit ist. Und zum Hoffen. Denn die Bandmitglieder werkeln alle an verschiedenen eigenen Projekten weiter. (emv)

The Elephants: Take It

Offizielle Website

Offizielle Website      http://elephants.dk

   

The Elephants
(2007, Tapete TR 108)

Es dauert etwa drei Minuten, dann hat es einen gänzlich eingelullt. Das Debüt der sechs Kopenhagener ist nämlich reich an Popmusik in klassischen Formaten und setzt durchwegs auf Bewährtes. Als da wären: lichte Reminiszenzen an die 60er-Jahre, verspielt britische Indie-Attitüden und pfundweise schwebende Klänge des Zeitlosen. Aber nicht nur das herrlich Traditionelle dominiert, sondern mit ihm das Reizarme. Was man schmerzlich vermisst, sind Eigenwert und die richtig großen Momente. Denn nur im Jonglieren mit Nettigkeiten und der Vermeidung von Trendtendenzen sind die Dänen überzeugend.

Die Produktion von Morten Bue (hierzulande am besten für seine Arbeit mit den Figurines, Sterling, Diefenbach und Moi Caprice bekannt) poliert zudem die letzten Kanten und setzt den schlichten Arrangements jede Menge Überflüssiges auf die Rippen. Dabei bremsen die intimen Songs wie der »Splinter Song« das Album doch so herrlich aus! (maw)



Siehe auch:
Figurines
Sterling
Diefenbach
Moi Caprice



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