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Alle Rezensionen zu Tsuumi Sound System
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Floating Letters
(2013, Eigenverlag TSS 003)

Überraschung! »FLOATING LETTERS« ist nämlich nicht nur gut, sondern sogar sehr gut. Dass der finnischer Achter aus lauter Spitzenkräften besteht, ist schon lange klar, allerdings haben sie sich in der Vergangenheit des öfteren fragwürdige Ausflüge geleistet in Richtung allzu kitschig oder poppig – nennen wir es mal volkstümlich.

Und genau das ist hier nicht der Fall, obwohl wieder Roger Tallroth produziert hat. Die Band ist sehr gut zusammen und versprüht eimerweise Energie. Meistens spielt das TSS mit Kraft nach vorne, angeführt von Esko Järvelä und Tommi Asplund an den Violinen. Joakim Berghäll spielt eine Reihe schöner Saxophon-Soli, Tarmo Anttila und Jussi Nikkula an Bass und Drums grooven toll, Hannu Kella (acc), Pilvi Järvelä (p, harmonium) und Jani Kivelä (g) machen den Sound dicht, aber eben nicht zu dicht. Somit gelingt dem TSS eine sehr lebendige Fusion (ja, nennen wir es so!) aus traditionell angehauchten Kompositionen, folkigen Violin-Eskapaden, manchmal Pop-orientierten Rhythmen und einem jazzigen Saxophon. Irgendwie ist dieses TSS die Weiterführung von JPP und Frigg, mit rockiger Rhythmusgruppe. Das macht sehr viel Spaß und ist teilweise toll tanzbar. (tjk)



Siehe auch:
Esko Järvelä
JPP
Frigg
Joakim Berghäll

 Tsuumi Sound System: Floating Letters

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.tsuumi.com

   

Growing Up
(2010, Eigenverlag TSS 001)

Öha, hat Annbjørg Lien die Nationalität gewechselt und Harding Fele gegen normale Violine getauscht? Nicht ganz, aber beim von Cover und Info-Material unbeeinflussten ersten Hören dieser CD kommt unweigerlich die norwegische Virtuosin in den Sinn. Des Rätsels Lösung heißt jedoch Roger Tallroth. Der schwedische Producer macht aus dem finnischen Tsuumi Sound System eine Kopie von Liens Band. Virtuose Violinen spielen mal flinke, mal gefühlvolle Melodien, die irgendwie nach Baukasten »Nordeuropa+Welt, multipliziert mit Klischees aller Art, das ganze durch den Pop-Wolf gedreht« klingen.

»Grown-Up Roger« beginnt orientalisch und verliert sich im Niemandsland. »NattenVid Hagelberg« drückt auf diverse Tränendrüsen – irgendwie hat man jede Melodie scheinbar schon x-mal gehört. Freilich können alle acht des TSS richtig spielen (es sind ja auch zwei Järveläs dabei), freilich ist das alles gefällig und klingt für den Nordeuropa-Neueinsteiger herrlich wild-romantisch, ist aber bei näherem Hinhören so authentisch wie ein Mittelalter-Fest. Tallroth schafft es, auch das TSS zu glätten, zu plätten, wie schon bei Lien. So klingt volkstümlich auf nordeuropäisch. (tjk)



Siehe auch:
Annbjørg Lien
Roger Tallroth

   

Hotas
(2007, Aito AICD010)

Acht Leute können eine Mende Radau produzieren. Oder sich diszipliniert unterstützen und einander jeweils höflich den Vortritt lassen. Das Tsuumi Sound System beherrscht beides virtuos. Die Truppe entstand aus der Tsuumi Dancing Group und veröffentlicht mit »HOTAS« ihre fünfte CD – stilsicherer Folk mit Anleihen bei Jazz und Swing, spieltechnisch über jeden Zweifel erhaben. Als Referenzpunkte dürfen ruhig auch der Produzent Roger Tallroth (Väsen-Gitarrist) und Pekka Lehti (Värttinä-Bassist und Betreiber des Aito-Labels) genannt werden.

Die Songs wurden alle von der Band komponiert, fußen jedoch auf alten finnischen Folk-Traditionen. Verzaubernde Melodien fern vom Kitsch, mitreißender Heuboden-Fez und sahnige Balladen, Abwechslungsreichtum ohne virtuose Protzerei – Finn-Folk-Freund, was willst Du mehr? Und: Wer heiraten will, findet mit »Tuulin Ja Hannun Häävalsso« die rechte musikalische Hymne dafür ... (peb)



Siehe auch:
Väsen
Pekka Lehti



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