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Alle Rezensionen zu Tasavallan Presidentti
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Live In Lambertland
(2 CDs, 2019, Svart Records SRE 387)

Tasavallan Presidentti waren 1972 auf dem Höhepunkt in ihrer Karriere, und bevor die »LAMBERTLAND«-LP herauskam, spielten sie das darauf enthaltene Songmaterial live. Die »Staatspräsidenten« bewegen sich in ihrem eigenen Kosmos aus Prog Rock und Jazz Rock, mit langen Stücken bis zu fast 14 Minuten. Der finnische Rundfunk YLE hat einige Konzerte mitgeschnitten, u. a. drei Gigs in Helsinki zwischen Juli und September – in sehr guter Klangqualität. Diese zwei CDs enthalten Ausschnitte aus diesen Konzerten, und es ist eine wahre Freude, diese Band auch fast 50 Jahre nach diesen Aufnahmen zu hören.

Neun Stücke sind auf den beiden CDs, wobei nur »Ramblin'« einmal ertönt – jeweils zwei Versionen hört man von »Celebration Of The Saved Nine«, »The Bargain«, »Lambertland« und »Dance«. Das ist keineswegs langweilig, sondern zeigt, wie abwechslungsreich die Band aus ihrem Ausgangsmaterial ins Improvisieren, ins Jammen kommt. Vesa Aaltonen am Schlagzeug und Måns Grounstroem am E-Bass grooven sehr elastisch, Gitarrist Jukka Tolonen agiert richtig toll und Pekka Pöyry zeigt seine Klasse an Sopran- und Tenorsaxophon, Flöte, ein wenig Orgel und Background-Gesang. Am Mikro steht mit Eero Raittinen der neue Sänger der Band – was hat der Mann für eine Stimme! Das ist die beste Besetzung, die Tasavallan Presidentti jemals hatten, und diese Aufnahmen sind grandios! (tjk)



Siehe auch:
Jukka Tolonen
Pekka Pöyry

 Tasavallan Presidentti: Live In Lambertland

   

Six Complete
(2006, Presence Records PRECD 002)

Über 30 Jahre nach ihrer Trennung tat sich eine der einflußreichsten finnischen Bands der 70er wieder zusammen, nicht nur für Konzerte, sondern auch für diese Studio-CD. War das unbedingt nötig?

Praktisch in Originalbesetzung: Heikki Virtanen (b) und Vesa Aaltonen (dr) agieren solide wie üblich, Juhani Aaltonen steuert ein paar mittelprächtige Sax- und Flötensoli bei, der einstige Gitarrengott Jukka Tolonen kopiert sich in besseren Momenten selbst, klampft häufig leider wie ein x-beliebiger Rockgitarrist. Absoluter Schwachpunkt ist Sänger Frank Robson – an ihm merkt man deutlich, dass diese Ausgabe der Präsidenten nur eine müde Altherren-Rumpelrock-Kapelle ist. Zudem changiert das Songwriting zwischen »gerade noch akzeptabel« und »nicht veröffentlichungswürdig«. So kann man trefflich Legenden zerstören und den eigenen Ruf ruinieren. (tjk)



Siehe auch:
Pekka Streng
Esa Kotilainen
Juhani Aaltonen



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