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Alle Rezensionen zu Jan Eggum
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Dingli Bang
(1997, Grappa GRCD-4112)

Nur nicht stehenbleiben. Der Liedermacher der 1970er muss sich wandeln, muss offen bleiben für das, was musikalisch um ihn herum passiert, wenn er nicht zum Gefangenen seiner puristischen Anfangstage werden will. Jan Eggum ist einer der Künstler, der Risiken eingeht und Neuland erkundet. Diese Songs sagen freudig »Pop. Pop«. Der Norweger hat sich auf »DINGLI BANG« versierte Mitmusiker im Backup an Bord geholt, die ihn behutsam, aber nachdrücklich unterstützen. Da kann die Klampfe selbstbewusst elektrisch daherkommen und dürfen die Keyboards in Gefühlen schwelgen. Sein Gespür für feines Songwriting und intelligente Arrangements hat der Norweger in seinen 20 Karrierejahren verfeinert.

Entspannt. Souverän. Ernsthaft, ohne lustfeindlich zu sein. Durch Songs wie »Lise« und »Den Rette« tänzelt ganz im Hintergrund ein vergnügtes Lächeln. Ein schönes Album für alle, die immer noch verbohrt denken, dass jenseits der 35 die Welt zuende und Älterwerden generell scheiße ist. (emv)

Jan Eggum: Dingli Bang

Offizielle Website

Offizielle Website      http://janeggum.no

   

President
(2002, Grappa GRCD-4187)

Müssen kritische Songs grobgestrickt auf eine eingängige eindimensionale Botschaft reduziert sein, damit auch der Dümmste versteht, wo der Feind sitzt? Bitte nein! Jan Eggum zeigt auf »PRESIDENT«, dass Leichtigkeit und Ironie die spitzeren Schwerter sind, um die Mächtigen und die Mittelmäßigen dieser Welt wirklich zu ärgern. Nicht die unreflektierte Wut wird uns am Ende ans Ziel bringen – sondern die selbstbewusste Gelassenheit. Und das Lächeln sowieso.

Geradezu in der Tradition französischer Chansonniers ohne erhobenen Zeigefinger, als Lebenskünstler gibt der Norweger hier den sanften Mahner. Den sensibel spottenden Beobachter. Mit charmanter weiblicher Unterstützung in den Backup Vocals wird aus der Revolte sogar fast noch die Romanze. (emv)

   

Mang Slags Kjærlighet – 40 Sanger
(2 CDs, 1994, Grappa GRCD-4091)

Die große Geste. Die kleine Form. Das schwelgerische Flehen und das reflektierte Mahnen – Jan Eggum beherrscht beides und einiges mehr. Er schüttelt diese 40 Songs auf »MANG SLAGS KJǼRLIGHTET« mit einer Selbstverständlichkeit aus dem Ärmel, als würde er bloß Butterbrote schmieren. Zitiert den Kinderchor herbei, lässt das Saxofon klagen und die Keyboards jammen. Aber verlässt sich vor allem auf eines: seine Stimme und seine Gitarre.

Und trumpft mit unbestreitbaren Entertainer-Qualitäten auf. Oho, dieser Mann kann das Publikum mit unverschämtem Charme auf seine Seite ziehen. Manchmal treibt das Schiff in Sichtweite der gefährlichen Schmusekurs-Klippen, aber Herr Eggum kann noch rechtzeitig abdrehen. Und überwältigt gegen Ende der zweiten Scheibe dieser Doppel-CD durch dringliche Ernsthaftigkeit. (emv)

   

Trubadur
(1976, Grappa GRCD-4076)

Liedermacher, die sich selbst zu ernst nehmen und immer nur den eisgrauen sozialkritischen Ansatz pflegen, sind eine Plage für die Zuhörer. Jan Eggum, seit über 30 Jahren eine Institution unter Norwegens Klampfenbarden, ist gottlob eine Ausnahme. Mit feinem Humor und einer großen Portion Augenzwinkern macht er sich auf seinem Zweitling »TRUBADUR« über die Fallstricke des Alltags lustig. Liebvoll, lebhaft und launig. Langweilen wollen wir die Leute doch nicht!

Eggum orientiert sich klar an klassischen US-Vorbildern wie Woodie Guthrie und dem frühen Bob Dylan, aber hey: Das ist der Zeitgeist der 70er Jahre, auch wenn hier nicht unbedingt das Rad neu erfunden wird. Die langen Haare fliegen, die Mädels dürfen stimmlich mitjammen und das Saxofon sowieso. Herr Eggum hat Spaß an der Sache. Wir als Zuhörer auch! (emv)



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